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Monat: September 2019

Wunderföhn

Gibt es sie doch? Sind sie das? Kommen sie nun, um uns zu holen?

Als wir von unserer Wanderung vom Niederhorn nach Beatenberg hinunter beinahe am Ziel angelangt waren, schwebten über den Bergen gegenüber auf einmal Gebilde, die an Ufos erinnerten. Sie bewegten sich kaum. So, dachte ich, dürfte das aussehen, wenn sich Ausserirdische tatsächlich einmal dazu entschliessen sollten, unserem Planeten einen Besuch abzustatten.

Nach unserer Rückkehr stellte ich beim Durchstöbern der Facebook-Seiten einiger Freundinnen und Freunde fest, dass ich an diesem Sonntag nicht der einzige gewesen war, der sich von diesen Formationen bezaubern liess:

Den Begriff „Lenticulariswolken“ las ich bei dieser Gelegenheit zum ersten Mal. Ich beschloss, mich noch ein bisschen kundiger zu machen, und lernte: Solche Wolken kommen meist bei Föhn vor, wenn die Luft über den Bergen angehoben wird. Sie sind auch bei starkem Wind „ortsfest“, das heisst: Die Luft treibt die Wolken nicht weiter, sondern strömt durch sie hindurch.

Für die segelfliegenden Leserinnen und Leser dürften diese Erkenntnisse nicht neu sein: Sie nutzen diese Wolken, um an Höhe zu gewinnen.

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Fremde Freunde

Unser Auto rumpelte über die Wiese neben dem Festplatz, und nachdem wir ausgestiegen und über das Areal geschlendert waren, stellten wir fest, dass wir – ausser dem Gastgeber – niemanden kannten, aber das machte nichts; die Leute waren uns durchs Band weg auf Anhieb sympathisch, und so setzten wir uns einfach mit einem Paar aus dem Berner Oberland und einer Frau aus Winterthur an einen langen Tisch und plauderten miteinander, als ob wir schon zigmal getroffen hätten, und verputzten dazu Fleisch vom Grill und Hörnli- und Härdöpfusalat, und als es dunkel geworden war, leuchteten die Lampions wie runde Sterne an den Bäumen, und dann gabs Livemusik, und als wir uns in dieser letzten Sommernacht des Jahres auf den Heimweg machten, wussten wir: diese Feier wird noch sehr lange weitergehen, und tatsächlich: am nächsten Tag schrieb uns der Mann, der uns eingeladen hatte, dass sich die Festivitäten zum 10-jährigen Bestehen seiner Bluesharp-Schule bis um 5 Uhr hingezogen hätten, und dass er nun leicht übermüdet, aber rundum glücklich, auf „einen der schönsten Abende meines Lebens“ zurückblicken dürfe.

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