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Autor: Hannes

Party-Pause

Einverstanden: Wenn es sich um, sagen wir, AC/DC handeln würde oder um Muse oder das André Rieu-Orchester, wärs noch dramatischer.

Anlass zu leiser Trübsal  bietet jedoch schon, was in diesen Minuten aus dem Management und von hinter dem Schlagzeug der Party-Rockband Bäng-Gäng verlautet: Die Sängerin hauts ab nach Amerika, was die Band zu einer Zwangspause…äh…zwingt. „Goldkehlchen Anja will ennet dem grossen Teich nachsehen, ob das Leben dort Ähnliches zu bieten hat wie in unseren Breiten- und Längengraden“, heisst es in der Mitteilung.

Die in diesem Frühling geplante Aufnahme einer neuen CD liegt damit ebenso auf Eis wie die von unzähligen Fans erwartete Fertigstellung einer opulent ausgestatteten Doppel-Live-DVD mit einem Zusammenschnitt der zehn besten letztjährigen Gigs, bereits fixierte Autogrammstunden in den Manors und Mediamärkten dieses Landes, Plausch-Fussballturniere gegen musikalische Mitbewerber (als nächste wären Kiss in Grund und Boden gekickt worden) und längst  vereinbarte Anheizer-Engagements.

Deep Purple können nur hoffen, dass die Bäng-Gäng-Sängerin im November, wie versprochen, back in Switzerland ist. Sonst müssen sie sich für ihr Konzert in Huttwil eine andere Vorgruppe suchen. Und weil Gotthard nun schon x mal genau da aufgetreten sind und auf Hundert und zurück überall spielen, wohin man sie einlädt, läge für die Veranstalter die Idee dann wohl nicht sehr ferne, Fotthard statt Bäng-Gäng…aber wir wollen nicht daran denken. Und schon gar nicht daran, dass auch die Jungs von Pegasus dann schon wieder sehr grosse Auftrittsapazitäten haben könnten.

Es ist, um es mit dem grossen Wildhüter Lance Armstrong zu sagen, ein kleiner Schritt für die Sängerin. Aber ein grosser Schnitt für die Band. Und, vor allem, für deren Fans.

Nachtrag 8. April Die Band gibt Entwarnung: „Anfang April war es tatsächlich so weit: Unsere Sängerin Anja sagte ‚Tschüss‘ und flog über den grossen Teich in die USA! Glücklicherweise ist es kein Abschied für die Ewigkeit – im Juli ist sie back in Good old Switzerland und bringt das Bäng Gäng Mikrofon wieder zum Glühen! In der Zwischenzeit herrscht natürlich – sagen wir – ‚eingeschränkter Betrieb‘. Dank unseres Ur-Sängers Toni können wir aber weiterhin wöchentlich im Bandraum (‚Mushroom‘) dem gepflegten Lärm fröhnen… und proben! Also: Live-Aktivitäten sind im Moment keine geplant – ‚Backoffice‘-Arbeit hingegen schon!“

 

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Endlich daheim

Wenn ich vom Laptop aufblicke, sehe ich über drei flackernde Kerzen hinweg Chantal auf dem Sofa sitzen; sie hat die Beine in eine weisse Decke gehüllt und liest in ihrem Buch. Wenn die Entspannung ein Mensch wäre: sie sähe genauso aus wie mein Schatz in diesem Moment.

In den letzten drei Tagen haben wir Entspannung und Ruhe sehr klein geschrieben. Die Züglete von Solothurn nach Burgdorf schlauchte uns mehr, als wir erwartet hatten. Zwar hatte ich in der Barockstadt den halben Hausrat liquidiert. Aber was wir in die Emmestadt transportierten, war immer noch mehr als genug.

Nur: Jetzt, wo ich in diesem uralten Haus unter diesen dunklen Balken sitze, die schon Jahrhunderte vor mir da waren und bestimmt auch noch Jahrhunderte nach mir da sein werden, jetzt, wo David Gilmour jede Ritze meines neuen Daheims mit seinen traumhaft-sphärischen Klängen erfüllt, jetzt, wo alles an seinem Ort ist und es nach Kaffee und Wachs durftet und wir aus der wohligen Wärme beobachten können, wie es draussen hudlet und macht – jetzt ist der Chrampf vorbei.

Nichts erinnert mehr daran, dass ich vorgestern im Media Markt meinen neuen Fernseher abholen wollte, obwohl ich die Quittung dafür in meiner unendlichen Weitsicht längst weggeworfen hatte (doch, doch: am Ende hat es geklappt, auch ohne Beleg). Wie wir, zusammen mit Michu und Markus (denen ich von Herzen für ihren Einsatz danke! Ohne sie würde Chantal nun nicht sitzen, wo sie sitzt) das mindestens vier Tonnen schwere Sofa von der einen Wohnung hinunterfugten und durch einen engen, kurvigen Gang in die andere Wohnung im zweiten Stock hochstemmten – fast vergessen. Dass Ikea versäumt  hat, den Bettrahmen zu liefern: egal. Das verstauchte Handgelenk, der in zehntausend Stücke zerborstene Spiegel, der kaputte Topf, der Spriessen im Finger: was solls.

Was zählt, ist, dass ich mich – nein: dass wir uns; das ist ja das Schönste von allem – rundum daheim fühlen in diesem Haus, in diesen vier Wänden, in dieser Stadt.

 

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Dickes Kompliment

Bis vor ein paar Monaten hätte es niemanden erstaunt, wenn der Pneuhersteller Michelin meinen Bruder als neues Werbemännchen engagiert hätte.

Dann befand mein Brüetsch, jetzt sei genug Heu drunten, beziehungsweise: endgültig zuviel Fleisch Fett am Knochen. Zusammen mit  seinem Arbeitskollegen Marco Kugel (sic!) und mit Hilfe eines Personal Coaches stürzte er sich in ein Fitness- und Abnehmprogramm, das ohne Weiteres als sehr ambitioniert bezeichnet werden kann. Inzwischen dürfte er um die 20 Kilo verloren haben und kann sich darauf einstellen, demnächst als Hauptdarsteller der neuen Lätta-Kampagne verpflichtet zu werden.

Anzeichen für ein Comeback der Pfunde gibt es nicht. Ganz im Gegenteil: Genauso, wie Forrest Gump seinerzeit einfach einmal losrannte und dann nicht mehr aufhörte mit dem Laufen, zieht auch mein Bruderherz durch, was er angefangen hat.  Als Ziel hatten er und sein Sportsfreund sich ursprünglich gesetzt, im Herbst 2010 den Halbmarathon um den Hallwilersee zu absolvieren. Doch dabei lässt es Urs nicht bewenden. Aus lauter Spass an der Freud‘ nimmt er schon Anfang Mai am Surseer Stadtlauf teil. Und gestern hat er kurzfristig beschlossen, zum ersten Mal in seinem Leben – und weitgehend unbelastet von langläuferischen Vorkenntnissen – am „Engadiner“ zu starten. Falls er sich für weitere Läufe – zum Beispiel den hier – anmeldet: Ich bin der Letzte, der sich darüber wundert.

Als grosser Bruder beobachte ich seine Aktivitäten – vor ein paar Tagen hat er auch noch mit dem Rauchen aufgehört – mit einer Mischung aus einigem Erstaunen, leisem Neid und, vor allem, grossen Stolz. Und merke, dass nicht nur die Älteren den Jüngeren ein Vorbild sein müssten können.

Das funktioniert auch umgekehrt.

 

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Freund Mischa und das ewige Versprechen

Was haben wir miteinander nicht schon erlebt: Aufstiege, Abstürze, Abschiede und Annährungen – also alles, von A bis A, manchmal selber, öfter bei anderen, hin und wieder von Leuten, die wir gar nicht kannten.

Mischa und ich sind uns vor, sagen wir:  zehn Jahren in einem Büro zugelaufen. Seither: eben. Ich werde ihm nie vergessen, dass er mich an einem Ort besuchen kam, an dem mich sonst niemand von all jenen besuchte, die vorher fest zugesagt hatten, mich zu besuchen. Er seinerseits erinnert sich bestimmt noch heute mit Freuden daran, wie ich ihm in Freiburg den Weg zu einem Konzertlokal „ganz in der Nähe des Bahnhofs“ zeigen wollte, worauf wir im strömenden Regen beinahe bis Lausanne spazierten. Er weiss vieles von mir, ich weiss vieles von ihm. Wir haben einander also in der Hand. Das machts es für uns ein bisschen schwierig, einander zu erpressen. Aber es bildet eine solide Basis für eine Freundschaft.

Zum letzten Mal gesehen haben wir uns Mitte letzten Jahres. Die Monate dazwischen schrieben wir uns mehr oder weniger regelmässig, es sei schon eine Schande, dass wir uns nicht öfter treffen und versprachen uns fest, das subito zu ändern. Dann machten wir einen Termin ab, wobei wir meist schon in diesem Moment wussten, dass einer der beiden kurz vorher wieder absagen würde. Das machte nichts, weder ihm noch mir. Es war einfach so. Es gehörte dazu.

Heute Morgen war ich gerade mit dem Entrümpeln meines Estrichs beschäftigt und völlig ausser Puste, als er anrief und fragte, wie es so laufe, und ach ja, genau, ich sei ja am Packen. Wann ich jetzt eigentlich nach Burgdorf zügle, wollte er, der fast alles von mir weiss, von mir wissen, und dankte mir für ein Kompliment, das ich ihm nie gemacht habe und hängte dann wieder auf, was mir sehr recht war, weil ich weiter ausmisten wollte.

Wir verblieben so, dass wir etwas abmachen, sobald ich in Burgdorf lebe. Von Burgdorf nach Bern und umgekehrt sinds mit dem Zug 15 Minuten, während man von Solothurn nach Bern fast eine Stunde lang in der Bahn sitzt. Die Verlegung meines Lebensmittelpunktes hat, nebst unzähligen anderen Vorteilen, also noch etwas Gutes: Sie eröffnet mir und ihm die Gelegenheit, uns jederzeit spontan für eine Pizza verabreden zu können.

Ein Essen absagen kann man ja unabhängig davon, wo man wohnt.

 

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Aller Anfang ist ein Couvert, vielleicht

„Fast ein Gutschein“, steht auf dem Couvert, das der junge Mann um 6.45 einer der drei Kassierinnen im Laden beim Solothurner Bahnhof schüchtern aushändigt.

Hinter ihm stehen vier Kunden. Er hat keine Zeit für Erklärungen, sie kann oder will nicht fragen, was das bedeute. Sie nimmt das Couvert lächelnd entgegen und legt es neben die Kasse. Man kann durch seine dicke Jacke beobachten, wie sich seine Muskeln im Bruchteil der Sekunde, den sie benötigt, um den Umschlag an sich zu nehmen, entspannt.

Während man darauf wartet, bedient zu werden, überlegt man sich, was wohl in dem Umschlag sein könnte. Und, vor allem: Ob die Verkäuferin und der Kunde einander bereits kennen. Oder ob der Mann die Frau, für die er bisher bloss einer von unzähligen Kunden war, schon x mal an ihrer Kasse hat stehen sehen, sie immer sympathischer fand und nun all seinen Mut zusammennahm, um endlich einen ersten Schritt auf sie zuzumachen. Ob er, wer weiss, gar nichts von der Verkäuferin will, sondern von ihrer Schwester, deren Adresse er nicht kennt.

Vielleicht – irgendwie hofft man das schwer –  sitzen die beiden in, sagen wir: zehn Jahren nebeneinander auf dem Sofa. Während sie ihren zwei Kindern beim Spielen zuschaut, sagt er: „Weisst du noch, damals, mit dem Couvert?“. Sie kuschelt sich an ihn, guckt ihm liebevoll in die Augen und antwortet: „Wenn du das nicht gemacht hättest, wären wir jetzt nicht hier.“

jho

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Demnächst, beim Chef

gespräcjhEs ist fast wie vor Weihnachten: Mit fiebriger Vorfreude warten unzählige Menschen in ihren Büros und an ihren Maschinen darauf, hereingebeten zu werden, um sich die Bescherung anzusehenhören. Wie alle Jahre, wenns langsam gegen den Frühling zugeht, naht auch jetzt wieder die hohe Zeit der Qualifikationsgespräche.

Man kann diese Besprechungen nicht ernst genug nehmen: Wann bietet sich den Vorgesetzten schon die Gelegenheit, einem zu sagen, das und das habe man am 17. Mai letzten Jahres gut gemacht und das und das am 18. November dafür ziemlich verbockt, wenn nicht jetzt, Monate später? Wann sonst als in diesem einen Moment haben sie die Möglichkeit, einen zu bitten, chli konzentrierter zu schaffen oder sich ab und zu auch um eher Unangenehmes zu kümmern? Eben. Man sieht sich ja nie in diesen verwinkelten Räumen, in denen sich jeder vom Morgen früh bis am Abend spät in seinem Büro einschliesst; immer darauf bedacht, jeglichen Kontakt zu den Gspändli zu vermeiden.

So sitzt man dann halt alle zwölf Monate einmal dem Chef gegenüber und fragt sich bange, was zum Teufel er auf diesen Formularen alles über einen angekreuzt und notiert hat. Man nickt an strategisch wichtigen Stellen, lässt hier ein „Ja, klar!“ fallen, schüttelt da über sich selber den Kopf, murmelt dort ein schuldbewusstes „Hm…“ und strahlt wie ein kleines Kind, wenn einem der Vorgesetzte zum Abschluss, wie es sich mitarbeitermotivationsfördernd gehört, etwas Positives mit auf den Weg zurück an die Arbeit gibt.

Dann macht man, hochkonzentriert, an der vor dem Gespräch angefangenen Büez weiter und vergisst vor lauter Freude darüber, dass mans überstanden hat, glatt, sich zu überlegen, was genau einem diese Qualifizierung jetzt bringt.

Mehr Lohn? Die Arbeitgeberin hat ihr Personal schon vor Wochen dahingehend orientiert,  dass es sich allfällige Gedanken an höhere Gagen gleich aus dem Kopf schlagen kann; was würden auch die Aktionäre denken.

Eine Beförderung? Wer auf der Karriereleiter eine Sprosse hochklettern will, findet auch ohne Multipltschoissbögen Mittel und Wege und Beziehungen, um sein Ziel zu erreichen. Alle anderen sind einfach froh darüber, ihre Jobs behalten zu können.

Eine bessere Arbeitsleistung Performance? Mag sein. Jeder und jede bemüht sich nach dem Untervieraugen-Termin schliesslich nach Kräften, die Kritikpunkte subito auszumerzen, auf dass sie nächstes Jahr kein Thema mehr sein mögen.

Das heisst: Wenn die Qualifikationsgespräche bringen würden, was sie bringen sollen, wären sie längst überflüssig geworden. Dann wäre alles, wies sein muss. Offensichtlich bringen sie aber nicht, was sie bringen sollten, sonst müssten sie nicht Jahr für Jahr geführt werden.

Also könnte man sie genausogut abschaffen. Und stattdessen – als Chef und als Mitarbeiter – vermehrt versuchen, genau dann zu loben und tadeln, wenn es tatsächlich etwas zu loben oder tadeln gibt. Zur Sicherheit kann mans ja immer noch schriftlich festhalten und von beiden Beteiligten unterschreiben lassen, damit die Verwaltung weiterhin etwas zum Ablegen hat.

 

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Essen ohne Salz und Pfeffer

Wir unterbrechen das Programm kurz für die Werbung: Am Samstag, 24. April 2010, führt der Verein Mythos im Schlosskeller Burgdorf das zweite Mittelalter-Essen durch. Die Reise in die kulinarische und musikalische Vergangenheit beginnt um 18 Uhr.

Serviert wird ein Menu, das neue Geschmackserfahrungen verspricht: Zum Einstieg gibt es einen Salat an Essig und Rapsöl, als Zwischengang servieren wir eine Gerstensuppe mit grünem Speck, den Hauptgang bilden Schweinsprägu mit Eierspätzli an Kräutern. Ein süsses Gebäck rundet das Essen ab.

Zubereitet wird alles weitestgehend nach Originalrezepten; Salz und Pfeffer und andere heute alltägliche Gewürze fallen also weg.

Zwischen den Gängen erzählt „Ämmefee“ Maja Furer Interessantes, Erheiterndes und Verblüffendes über die damaligen Koch- und Tischsitten. Auch zeitgenössische Unterhaltung fehlt nicht: Lautenspieler Thomas Schall aus Adliswil umrahmt den Anlass musikalisch.

Die Teilnahme kostet pro Person Fr. 65.–.

Anmeldungen nimmt ab sofort hannes.hofstetter@gmx.net entgegen. Wer sich telefonisch einen Platz sichern will:
076 537 74 84.

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Der Vetter aus dem Netz

internetvetterBis im letzten Sommer wusste ich gar nicht, dass es ihn gibt.

Dann, ich kann mich nicht mehr genau erinnern, wieso, vermutlich wars im Zusammenhang mit dem Stationentheater in Burgdorf, erschien er auf einmal auf meinem Radar, beziehungsweise auf meiner Facebook-Seite. Er schickte mir eine Freundschaftsanfrage, oder ich ihm, es spielt, wenn wir schon beim Theater sind, keine tragende Rolle; jedenfalls waren wir dann, wie man auf facebookisch sagt, „befreudet“, was, ebenfalls nach Facebook-Masstäben, nichts bedeuten muss; ich war schon mit Robert de Niro und Dustin Hoffman befreundet, aber kann mir nicht vorstellen, dass die sich in ihrem Hollywood noch immer fast hintersinnen, weil ich ihnen die Freundschaft eines Tages mit einem einfachen Klick gekündigt habe, nachdem sie monatelang nichts von sich lesen und schon gar nichts hören liessen – item: Ich war also plötzlich mit diesem Theaterfan befreundet und schaute dann, wie man das mit Freunden so macht, hin und wieder bei ihm vorbei, wenn auch nur virtuell, und lernte ihn so allmählich chli kennen, wobei das Merkwürdige ist: wenn er in diesem Moment in meine Wohnung spazieren oder mich anrufen würde – ich hätte keine Ahnung, um wen es sich handelt. Er müsste sich mir, seinem Freund, erst vorstellen, damit ich wüsste, mit wem ich es zu tun habe. Ihm ginge es umgekehrt gleich: Er hat mich nie gesehen (wer sagt denn, dass mein Föteli auf Facebook tatsächlich mich zeigt?) und keinen Schimmer, wie meine Stimme klingt.

Was ich weiss, ist: Er heisst wie ich, er schreibt, wie ich, nicht ungerne, er betreibt, wie ich, einen Blog, er schätzt, wie ich, schwarzen Humor, er ist, wie ich, eindeutig ein Anhänger von Zweideutigkeiten und, nicht wie ich, in seiner Wohngemeinde das höchste Tîer weit und breit.

So ist das mit meinem Vetter aus dem Netz. Inzwischen haben wir vereinbart, uns gelegentlich einmal leibhaftig zu treffen. Es war mir vor Meetings mit virtuellen „Bekannten“ schon gschmuucher als in diesem Fall. Vor jenem mit meinem Schatz, zum Beispiel, aber das ist eine gaaaanz andere Geschichte.

 

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Ansichtssache

JeansNicht, dass mich die Sache noch pausenlos beschäftigen würde.

Aber nachdem ich soeben zufällig auf das Plakat gestossen bin, mit dem Rifle seinerzeit für seine „Traumjeans“ warb…

…machen wirs kurz: Meine Eltern hatten mich damals in ein Internat im ansonsten sehr schönen Bündnerland outgesourced.  Die in der frischen Bergluft mit Hochdruck pubertierende Jungmännerhorde hatte wochenlang nur Augen für dieses Bild. Es hing weltformatgross in jedem Zimmer und hinter der Theke der Cafeteria und in der Garderobe der Turnhalle und weiss der Teufel Schulleiter, wo noch überall; vermutlich auch in seinem Büro.

Der einzige, dem das Poster nicht den geringsten Eindruck machte, war mein Zimmergenosse Marc W. aus Z. Er kannte den Anblick seit Jahren: Das Model war seine Schwester.

 

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