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Kategorie: Heimisches

Wettermacher

Das ging fix: Ende März riefen die Grün(liberal)en, die EVP und die SP Burgdorf öffentlich den Klimatnotstand aus.

Eine Woche später teilte die Stadt mit, sie habe verstanden:

„Force“ ist immer gut: Kaum hatte die Medienmitteilung die Verwaltung verlassen, war die Schweiz zugeschneit.

Ich wollte gestern eigentlich einmal mehr gegen die Erderwärmung demonstrieren gehen, liess es dann aber bleiben: Nach dem Winter-Comeback wars dafür viel zu kalt.

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Wunsch und Wirklichkeit

Als ich am Herd süüferli Fische veredle, sehe ich durchs Küchenfenster auf einmal ein schwaches Funkeln in der Ferne.

Ist es der Stern von Michelin? Oder ein Tester von Gault&Millau, der sich laternenschwingend unserem Haus nähert?

Ah! Auf dem Kurhaus Weissenstein sind auch heute wieder die Scheinwerfer an.

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Ruhe bitte

Verkehrslärm, Gespräche, Klingeltöne, Kirchengeläute, Kuhglocken, Tastaturgeklapper, Musik…: Wir sind ununterbrochen von Geräuschen umgeben.

Wie sich Stille anfühlt, wissen wir nicht mehr. Das Museum für Kommunikation in Bern bietet noch bis am 7. Juli die Gelegenheit, dieses Nichts in unterschiedlichsten Formen zu erleben.

Mich hat die Ausstellung „Sounds of Silence“ tief beeindruckt. Ich empfand sie als Spaziergang durch eine Welt, die mir – ohne, dass ich das bemerkt hatte – längst fremdgeworden ist. Und merkte, dass Stille etwas Wunderschönes sein kann, aber auch irritiert. Bisweilen tut sie fast weh.

So oder so: Stille macht etwas mit einem. Sie lässt einen innehalten, nachdenken und, manchmal, einfach nur das Da-Sein geniessen.

„Sounds of Silence“ ist jeweils von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Weitere Infos gibts hier.



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Aus Weiss wird Schwarz

Sonntag, 6. Januar 2019: Ungläubig starren die Menschen an diesem frühen Morgen aus ihren Fenstern. Wochenlang hatte der Winter Burgdorf mit seinen eisigen Klauen umklammert. Doch nun scheinen seine Kräfte nachzulassen: Das Weiss auf dem Boden wird langsam wieder zu Schwarz.

Die Freudentränen der Überlebenden gefrieren innert Sekundenbruchteilen zu winzigen Perlen. Mit einem leisen „Pling“ zerschellen sie auf unzähligen Küchen-, Stuben- und Schlafzimmerböden zwischen dem Schloss und der Emme.

Auch die Ältesten können sich nicht erinnern, je ein schöneres Geräusch gehört zu haben.

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Wintergedicht

Nackt steht der Baum
im Winterwind
und wartet
auf sein neues Kleid,
das aber erst im Frühling geliefert wird,
wenn ers gar nicht mehr
braucht,
weils dann
schon wieder warm ist.

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