Achtung: Mitte Mai bricht in Burgdorf “Die Franzosenkrankheit” aus. Wer sich jetzt schon einen Platz im Siechenhaus sichern will, kann das tun. Der Vorverkauf für das Schauspiel der Szenerie Burgdorf ist eröffnet.
Im Zug sitzen an diesem Wintersonntagabend nur wenige Leute – darunter ein Grossvater mit seinem drei-, vielleicht vierjährigen Enkel. “Jetzt kommt Burgdorf”, sagt der Senior. “Dann kommt bald Langenthal. Wenn wir daheim sind, nehmen wir ein Bad, gäu.” Mir wird chli gschmuuch. Ich fühle mich wie damals auf dem WC von Toni’s Zoo in...
Als Bartwuchs für mich noch etwas war, womit ich mich vielleicht in ein paar Jahren beschäftigen würde, posierte ich aus einer Laune heraus und weil ich das Geld brauchte, als Fotomodell für Rasierapparate. Das Bild erschien in einem dieser Kataloge, die immer die Briefkästen verstopfen und undurchgeblättert im Altpapier landen. Die nächsten 30 Jahre...
Ist er nicht wunderschön, der Schneemann, den Nathalie Oswald aus Thun gebaut hat? Doch, ist er. Und ich bin sicher: Es gibt noch gaaaaaaaaaanz viele weitere solcher Gesellen, die es verdient haben, einmal einer *räusper* breiteren Öffentlichkeit gezeigt zu werden. Den hier, zum Beispiel; made by Schatz: Deshalb eröffne ich hiermit in der Galerie...
Die Leserin hatte behauptet, es sei “inakzeptabel”, dass die Berner Busse und Trams im Winter nicht besser geheizt werden. Ich vertrat den Standpunkt, dass man Fahrten in diesen Verkehrsmitteln auch überlebe, wenn darin keine Zimmertemperaturen herrschen. Am Ende des Mailwechsels kündigte die Dame ihr BZ-Abo. “Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie sich...
Das freut den Blogwart: Per Zufall ist Peter Hitz aus Münsingen in dieses Online-Gefäss gestolpert. Er sah sich eine Weile darin um – und als er wieder herauskam, überschüttete er mich – was nicht jeder Gast tut – mit Lob: “Ich gratuliere zum Trueberhus, zur australischen Baldverwandtschaft, statt Wulffs Gattin wäre Martin Bäumles Gemahlin...
Noch husch die Zähne putzen und dann ab unter die warme Decke, dachte ich…, …aber als ich den Hahn aufdrehen wollte, fielen nur ein paar armselige Tröpfchen ins Lavabo. Dann kam nichts mehr. Auch bei Chantals Waschbecken nebenan: Kein Wasser. Küche, Bad, Toilette – rien n’allait plus. Wir klopften bei den Nachbarn, um zu...
Vor zwei Jahren habe ich mich hier über den Sinn und Unsinn von Mitarbeitergesprächen ausgelassen. Passiert ist seither: Nichts (sieht man einmal davon ab, dass die Klickzahlen selten so steil in die Höhe schossen wie bei jenem Text. Den fraglichen Beitrag sahen sich knapp 900 Leserinnen und Leser an). In den nächsten Wochen werden...
“Ist es draussen kalt und grau, mach ‘nen Ausflug mit der Frau.” (Alte indianische Weisheit) Um chli dem Winter zu entfliehen, schauten mein Schatz und ich gestern im Tropenhaus in Frutigen vorbei: Wir können einen Besuch nur empfehlen. Fischfreunde kommen auf dem informativ-unterhaltsamen Rundgang ebenso auf ihre Kosten wie Technikenthusiasten und Tunnelfans. Besonders faszinierend...
Gemeinsam zu kochen, gehört zu unseren Lieblingsbeschäftigungen. (Hinweis für die jüngeren Leserinnen und Leser: Früher lief das noch ganz anders. Da wusste die Frau: “Der Mann will täglich aufs Neue gewonnen sein.” Und verbrachte den grössten Teil ihres Lebens alleine zwischen Herd und Ofen: ) Zu Streiteren kommt es in unserer Küche nie selten....
Eines schönen Tages strickte unsere Grossmutter für meinen Brüetsch, den grössten Servette-Fan der Welt, eine Mütze im original echten Grenatrot-Weiss seines Lieblingsvereins. Die Kappe ist nach wie vor in Betrieb. Wegen ihr hat Urs sogar einen Club gegründet, der inzwischen rund 150 Mitglieder zählt und sich ungebrochener Beliebtheit erfreut. “Miini Chappe” heisst er. Dazugehört,...
Kleiner Hinweis: In der Szenerie Burgdorf sind die Proben für “Die Franzosenkrankheit” angelaufen. Das von meinem Kollegen Hans Herrmann verfasste Stück wird Mitte Mai im Burgdorfer Siechenhaus aufgeführt. Neues über unseren Verein, das Theater und die Leute im Vorder- und Hintergrund gibts jetzt nicht mehr nur im Szenerie-Blog und auf Facebook (siehe oben), sondern...
Unser Quartierkater ist es sich gewohnt, im Mittelpunkt des allgemeinen Interesses zu stehen. Entsprechend irritiert war Mauz, als Chantal und ich unsere Aufmerksamkeit heute Abend einem fremden Wesen schenkten. Ein Igel war über den Kiesweg in den Garten getäppelt. An einem Mäuerchen hielt er nach faulen Äpfeln Ausschau. Mein Schatz zückte den Fotoapparat. Kaum...
Zuerst sind pdf-Dateien das grosse Thema. Dann gehts um Excel-Tabellen und kurz darauf um irgendwelche Programme. Als es dazu wirklich nichts mehr zu sagen gibt, dreht sich der Monolog um Stellvertretungen, Nachfolgeregelungen, Versetzungen nach Übersee, den Lohn, Spesen, buchhalterische Probleme, doofe Zicken, arrogante Chefs, strohdumme Mitarbeitende und – immer wieder – darum, dass die...
Wir habens damals mehr gehört als gesehen. Imposant wars so oder so: Dieses Feuerwerk zündete Sydney in den letzten Minuten von 2010, um 2011 willkommen zu heissen. Ich nehme mir dir Freiheit, es zu recyclen, um all meinen Stamm- und zufällig dahergelaufenen Gästen für ihre Treue, Nachsicht, Geduld und Toleranz zu danken und ihnen...
Wir hatten gerade fertig gegessen, als mein Neffe im Nebenzimmer signalisierte, dass er im Fall nicht daran denke, zu schlafen, während alle anderen munter miteinander plaudern. Also nahm ich ihn auf, legt ihn mir vorsichtig über die Schulter und machte mit ihm eine Besichtigungstour durch unsere heiligabendlich beleuchtete Wohnung. Ich ging mit Robin Lemmy...
Daraus werden unter den Händen von meinem Schatz heute Nachmittag die besten Brunsli der Welt. Der Schatz von meinem Brüetsch ist gleichzeitig nach derselben Methode mit denselben Zutaten schon zwei, drei Schritte weiter: Das Rezept stammt von meiner Grossmutter und ist…äätsch! (Hier hats ein paar Alternativen, die mit dem Original allerdings nie mithalten können.)
Gwundernasen, aufgepasst: Hier ist das erste Bild von meinem jüngsten Neffen Robin Lemmy: Die glücklichen Eltern teilen dazu mit: “Nach nächtelangen Diskussionen, teuren Besuchen bei renommierten Beratern und mehrfachen psychologischen Einschätzungen haben wir uns entschlossen, dem immensen Druck der Öffentlichkeit nachzugeben und von unserem Sohn nun doch ein Bild zu veröffentlichen.”
Das war jetzt ein bisschen komisch etwas merkwürdig fast ein wenig unheimlich: Ich hatte von Schafen geträumt. Meinem Unterbewusstsein scheint das Gebimmel und Geblöke zu fehlen, seit die Schafe, die monatelang an der Wand von “meinem Haus” und an zig anderen Plätzen in der Stadt herumstanden, im Herbst auf einmal verschwunden waren. Nach dem...
Mit Weihnachtsbeleuchtungen habe ich es sonst nicht so. Weihnachtsbeleuchtungen: Das sind für mich hässige Eltern und nörgelnde Kinder und kalte Hände und abgestorbene Füsse und Krieg in den Läden statt Frieden auf Erden. Aber es gibt eine Ausnahme: Die Weihnachtsbeleuchtung auf dem Burgdorfer Kronenplatz wirkt, als ob sie von einem besonders poetisch veranlagten Menschen...
“Infolge Abwartens eines Anschlusszuges erhält unser Zug eine Abgangsverspätung von zirka fünf Minuten”: Wieso können die Leute in den Zuglautsprechern nicht reden, wie ihnen der Schnabel gewachsen ist? Wieso dieses grauenhafte Amtsdeutsch aus der Mitte des letzten Jahrhunderts? Wieso sagen sie nicht einfach: “Wir fahren ein wenig später los, weil wir noch auf einen...
Es mag ja sein, dass ich dazu neige, es manchmal chli zu übertreiben mit meinem ewigen “Burgdorf, Burgdorf über alles“. Aber ich kann nicht umhin zu sagen: Schönere Wände als in Burgdorf gibts nirgendwo: Das heisst – doch. In Sydney: Aber das zählt auf dieser Seite der Erde nicht. Das wäre Burgdorf gegenüber nicht...
Langsam “nachets”, wie der Berner sagt. Der grosse Tag ist nicht mehr soweit entfernt wie auch schon. Die Vorbereitungen sind fast abgeschlossen: Auf unsere Einladung hin haben sich schon erfreulich viele Leute angemeldet. Was ihnen kulinarisch geboten wird, ist seit gestern klar. Das Rahmenprogramm steht, wenn auch noch nicht in allen Details. Unser...
Sooli: Die Szenerie Burgdorf hat die Probearbeiten für “Die Franzosenkrankheit” in Angriff genommen. Mitte Mai nächsten Jahres wird das von Hans Herrmann verfasste Stück im Burgdorfer Siechenhaus uraufgeführt. Auf der Site www.szenerie.ch informiert der Verein immer mal wieder über den Stand der Vorbereitungsdinge, die Figuren, Pleiten und Pannen bei den Proben, das Leben im...
Wir wussten beide nicht genau, worauf wir uns eingelassen hatten. Aber als Hannes Zaugg und ich dann als “Aschis Gaschtig” auf dem roten Sofa im Foyer der kulturfabrikbigla in Biglen sassen und uns mit dem liebenswert ahnungslosen, aber bemerkenswert gwundrigen Talkmaster Aschi Rüegsegger über die Politik, das Internet und überhaupt alles unterhielten, fühlten wir...
Burgdorf, in einer kühlen Herbstnacht. Ich bin auf dem Weg von der Ober- in die Unterstadt, an die erste Probe für “Die Franzosenkrankheit”. Während ich die Treppe hinuntersteige, stelle ich mir vor, dass es jetzt auch noch gemütlich wäre, in einer der romantisch beleuchteten Beizen zu sitzen; oder in einer der Wohnungen darüber.
Seit dem 16. Oktober 1965 bin ich jetzt auf der Strasse des Lebens unterwegs. In diesen 46 Jahren gab es ein paar Putscher in die Leitplanken, vereinzelte Lackschäden, Kratzer und Beulen plus einen Frontalen mit Happy End. Doch jedesmal, wenn ich aus den Fenstern meines Zweisitzerchens gucke, gelange ich zur selben Erkennnis:
“Und? Wie gehts dir jetzt?” – Kaum war heute bekanntgeworden, wer heuer den Literaturnobelpreis erhält, kam ich aus dem Beantworten dieser Frage kaum mehr heraus. Für jene, die sich noch nicht nach meinem Befinden erkundigen konnten, weil mein Handy und das Festnetz im Büro dauerbesetzt und sämtliche Mailkanäle verstopft waren, wiederhole ich gerne, was...
Als ich meinen jüngsten Neffen nach seiner Geburt im Spital besuchte, war er am Schlafen. Kunststück: Von einer Sekunde auf die andere mit soviel Neuem konfrontiert zu werden – das kann einen schon erschöpfen. Diese Gerüche! Dieser Lärm!! Dieses Licht!!! Diese Entfaltungsmöglichkeiten!!!! Gestern Abend blickte ich zum ersten Mal in Robin Lemmys bergseeblaue Augen,...
Tagelang wars nur ein Gerücht; wenn auch ein gewöhnlich recht zuverlässigen Quellen entsprungenes. Doch jetzt ist die Bestätigung endlich da: Judith Wernli und Urs Hofstetter sind Eltern eines strammen Robin Lemmy geworden. Auch dem “Blick” ist die Geburt eine Meldung wert. Ich bin sicher: Die Berichterstatter der “grössten Tageszeitung der Schweiz” werden noch merken,...
Am Anfang fand ichs ja noch lustig: Kaum war durchgesickert, dass wir “es” tun, wollten die Leute wissen, wann der grosse Tag sei. Ob schriftlich oder mündlich, ob nur angedeutet oder direkt: Ich habe nicht gezählt, wieviele Menschen sich in den letzten Monaten nach diesem offensichtlich auch für sie elementar wichtigen Datum erkundigten. Doch...
Heute vor 2000 Tagen habe ich im Rahmen des Toto-Konzerts am Snowpenair zum ersten Mal mit meinem Schatz telefoniert. Die Band war damals auf der “Falling in between”-Tournee und spielte dabei auch dieses wun-der-schöne Lied: 2000 Tage? Das klingt irgendwie nach lange. Andrerseits: Gemessen daran, wieviele gemeinsame Tage noch folgen werden, sind 2000 sehr...
Ich kanns natürlich nicht beweisen. Aber ich gehe davon aus, dass in diesen Wochen sehr viele Leute vornehmlich damit beschäftigt sind, Zeitungen und Online-Medien nach Texten über ihre Lieblingspartei und deren Exponenten abzuklopfen. Wer etwas findet, faxts oder mailts umgehend an Gleichgesinnte weiter. Irgendjemand muss bei dieser Suche gestern auf diesen Text gestossen sein...
“Berner Zeitung, Hofstetter?” “Ja. Grüessech. Hier ist XY aus Rüdtligen-Alchenflüh.” “Grüessech.” “Ich weiss nicht, ob ich bei Ihnen richtig bin. Und zwar ist es wegen der Fernsehrechnung.” “Ja…” “Also, ich habe wieder die Fernsehrechnung erhalten. Ich muss die vorher bezahlen, ich meine: Im Voraus. Das ist doch eine Schweinerei.” “Äh…” “Immer am Anfang vom...
Leider – oder zum Glück? – habe ich keine Ahnung, wer mehr oder weniger regelmässig in diesem Blog vorbeischaut. Gut: Ein, zwei Dutzend Leserinnen und Leserinnen kenne ich; entweder persönlich, und/oder, weil sie hin und wieder einen Kommentar hinterlassen. Die anderen zwei- bis dreihundert Gäste, die sich Tag für Tag und Nacht für Nacht...
Lob & Tadel