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Das grosse Plangen

Zugegeben: Es mag für die Leserschaft ein wenig bemühend sein, hier dauernd zu lesen, dass ich mich wie blöd auf die Konzerte von Toto und Mark Knopfler auf der Piazza Grande in Locarno freue.

Wer räuspernd darauf hinweist, es wären im Fall noch andere Themen denkbar, hat recht. Trotzdem: Für mich gibt es seit Tagen nichts Wichtigeres als diese beiden Gigs. Warum das so ist, weiss ich nicht genau; ich habe die Bands schon zigmal gesehen und gehe nicht davon aus, dass sie am Moon & Stars das rockmusikalische Rad neu erfinden. Ich weiss heute schon, was von Toto und Knopfler gespielt werden wird. Und meinen Platz kenne ich ebenfalls: links vor der Bühne, beim Abfallkübel. So betrachtet, ist alles Routine.

Eigentlich.

Nur: dass Toto da sind, ist ein Wunder. Eigentlich haben sie sich aufgelöst. Aber für ihren schwer kranken Basser Mike Porcaro machen sie sich ein letztes Mal auf die Reise; sie spenden sämtliche Einnahmen aus dieser Tournee ihrem Kumpel und dessen Familie.

Was Knopfler betrifft: Wenn Gott vorbeikommt, sagt man ihm Hallo. So einfach ist das.

Aber eigentlich mag ich gar nicht darüber nachdenken, wieso ich mich fühle wie ein Teenager vor dem ersten Kuss mit Scharf und allem. Deshalb plange ich jetzt einfach weiter darauf, dass die Lichter auf der Piazza ausgehen und Toto mit “Child’s anthem” loslegen:

Published inKulturelles

One Comment

  1. Remo aus Zug

    “Wenn Gott vorbeikommt, sagt man ihm Hallo.”
    Absolut mein Lieblingssatz!!!!!! Danke.

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