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Grösser als Worte

Die Kurzfassung geht so: Weil es mir unmöglich war, das Toto-Konzert am Snowpenair 2006 zu sehen, aber weil ich trotzdem ein T-Shirt von der aktuellen “Falling in between”-Tournee haben wollte, fragte ich die Kollegen vom “Berner Oberländer”, wer über den Anlass berichten werde.

“Chantal macht das”, wurde mir beschieden, worauf ich dieser mir damals völlig unbekannten Chantal eine lange, lange Mail schrieb, in der im Wesentlichen stand, dass es mich schampar freuen würde, wenn sie mir auf der Kleinen Scheidegg ein Leibchen der besten Band der Welt besorgen könnte; ich würde auch dafür bezahlen, ganz bestimmt.

Zwei Tage nach dem Snowpenair hatte ich das Toto T-Shirt in der Post. Chantal und ich blieben in Mailkontakt – und schon ein Jahr später trafen wir uns zum ersten Mal. Der Rest ist Geschichte.

Mit Toto verbindet meinen Schatz und mich also sehr viel mehr als nur die Liebe zu sinfonesken Harmonien, mirakulösen Gitarrenriffs und Keyboard-Klängen aus dem musikalischen Land der Träume. Die Band aus Kalifornien ist quasi die Basis unseres gemeinsamen Lebens.

Und nun hatten wir sie bei ihrem Auftritt am “Live at sunset” in Zürich drei, vier Meter vor uns. Von unseren Sitzplätzen in der ersten Reihe aus bestaunten wir Steve Lukather, David Paich, Steve Porcaro, Joseph Williams und Simon Philipps wie kleine Kinder den Weihnachtsbaum.

Es war…

…es war…

…es geht nicht.

Eigentlich wollte ich schreiben, wie Toto die Bühne mit “Child’s anthem” stürmten, das Publikum mit “Africa”, “Afraid of love”, “Lea”, “Rosanna”, “Pamela”, “Stop lovin’ you”, “Home of the brave” und einem Dutzend weiterer Muster aus ihrer unerschöpflichen Hitkiste zum Toben brachten und wie sie am Ende, nach “Hold the line”, ein paar Tausend glückliche – darunter zwei unsagbar überglückliche – Menschen auf den Heimweg in die immer noch lauwarme Nacht entliessen.

Aber, eben: Ich kann das nicht beschreiben. Das war zu gross für Worte.

Toto spielten an diesem Abend nur für uns. Jemandem erklären zu wollen, wie das war: Das ist unmöglich.

Und auch gar nicht nötig.

Published inKulturelles

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