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Hochentspannung im Burgdorfer Kraftwerk

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Mit ungekünstelter Herzlichkeit und dem ihr eigenen Gespür für den grössten gemeinsamen Wohlfühlnenner von Menschen aus allen Alters-, Berufs- und Gesellschaftsschichten betreibt Anita Häberli (Bild oben) seit Kurzem das “Kraftwerk”. Das eine Gehminute hinter dem Burgdorfer Bahnhof gelegene Kaffee ist laut Eigenwerbung ein “Home of the good times” und “ganz anders als alles, was Burgdorf bislang zu bieten hatte.”

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Wer das Beizli zum ersten Mal betritt, stellt sofort fest: “Home of the good times” und “anders als alles…” sind im “Kraftwerk” nicht leere Werbeslogans, sondern Versprechen. Als ob man jemandem, den man seit Langem gut mag, in seiner neuen Wohnung besuchen würde, setzt man sich hin, schaut sich um…und beginnt unwillkürlich, die anstehenden Termine geistig nach hinten zu schieben oder gleich ganz aus dem Gedächtnis zu löschen. Das liegt nicht nur am einnehmenden Wesen der Chefin, sondern auch am liebevoll arrangierten Interieur, das an Originalität und Behaglichkeit nichts zu wünschen übriglässt.

Rund 50 Helferinnen und Helfer – darunter auch Jugendliche – haben die frühere Werkstatt des “Radix”-Snowboardshops an der Kirchbergstrasse 25 in monatelanger Fronarbeit zu einer zweistöckigen Entspannungsoase samt Bar, Sitzecken, einer Bühne und zig weiteren Sehenswürdigkeiten umgebaut. Entstanden ist ein innenarchitektonisches Kuddelmuddel, das seine Wurzeln irgendwo in der Mitte des letzten Jahrhunderts hat und das trotzdem – oder gerade deshalb – einen zeitlosen Charme verströmt.

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Knietiefe Nierentischchen, eine Jukebox (perfekt sortiert: bei unserem Besuch bekundeten erst die Rolling Stones ihre “Sympathy for the Devil”, dann reisten Toto nach “Africa”, anschliessend genossen Led Zeppelin a “Whola lotta Love”, und das alles in einer Lautstärke, bei er es sich problemlos miteinander plaudern liess), selbstkreierte Lampen, ein Ledersofa, vergilbte Bilder, quasiantike Accessoires, bunte Leuchten, hölzerne Dielen, alte Sicherungskästen, aus halbverputzten Wänden ragende Rohre oder Vitrinen aus Mutters und Grossmutters Zeiten: Das alles sieht aus wie zufällig arrangiert und wirkt wie eine WG, in der ein paar geschmackssichere Freunde ihren retrovertierten Einrichtungsfantasien freien Lauf lassen konnten.

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Für den kleinen Gluscht zwischendurch hält Anita Häberli, die schon als “Metzgere”-Wirtin in der Burgdorfer Oberstadt eine ebenso treue wie dankbare Stammgaschtig um sich geschart hatte, handgemachte Sandwiches und süsse Versuchungen bereit. Die Getränkeauswahl umfasst, was Herz und Kopf und Leber begehren. Darüberhinaus freuen sich DJs und eine eigens für das “Kraftwerk” zusammengestellte Hausband darauf, die Nacht mit den Gästen zum Tag zu machen.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 16 bis 0.30 Uhr, Samstag 10 bis 0.30 Uhr.

Weitere Infos gibts hier.

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Published inHeimischesKulinarischesKulturelles

One Comment

  1. Danke tuusig für dini liebe Wort. Ig überchume grad en rote Chopf weni das lise…

    Vor auem hani immer gmeint, ig sig ufmerksam (ömu wens ume Gascht geit), aber ha nid emou gmerkt, wenn die coole Föteli hesch gmacht:-)

    Eifach GROSSES Komplimänt zrugg, di Schribstil list sech – für das ganze i mini Wort z’fasse (Achtung!) – wie wenn es Stück Fleisch so zart isch, das es eim grad uf dr Zunge vergeit.

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