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In der grossen Stadt

Gestern waren Chantal, Marion und ich in Sydney. Chantals Cousin Eric führte uns herum. Am Anfang tröpfelte es, aber es hörte wieder auf. Zuerst liefen wir eine halbe Stunde bis zum Bahnhof. Dort nahmen wir den Zug. Dann stiegen wir aus. Dann liefen wir wieder. Dann waren wir im Newtownquartier und assen Zmorge. Es gab alles. Ich hatte Eier mit Spinat und Griechenkäse und einen Long Black. Das ist ein Kaffee und nichts zum Ausschaffen.

Vor dem Zmorge waren wir übrigens in einem anderen Lokal. Es sah aus wie ein Bistro, nur ohne Franzosen. Wir sahen einen


Hund mit einem verchrügleten Gesicht.

Ich fand, den könnte man beim Chinesen um die Ecke abgeben, aber Chantal sagte, der sei herzig und sie wolle auch so einen haben. Chantal ist doof.

Nachher gingen wir auf einen Markt. Es hatte nichts Gescheites, nur Plastikzeug und Jesusse am Kreuz und Sachen, die wo die Alternativen basteln, wenn es ihnen langweilig ist, weil sie kein Haschisch mehr haben. Dann fuhren wir mit dem Bus in ein anderes Quartier, in dem wo vor allem Leute wohnen, die nicht mehr unbedingt die allerjüngsten sind und die es gerne chli ruhiger haben und in dem es


eine Bar

hat, in die Eric früher immer ging, als er noch nicht fast 28 war.

Die Leute in der Bar waren lieb. Es hatte ein Skateboard auf einem Schrank und ein Muse-Plakat an der Wand und ein Mischpult und Bilder im WC und ein Hefli mit einer Ironmaidenreklame. Die Eingeborenen hörten Musik von einer Band, die heisst “The Nations” und ich dachte, die muss ich haben, unbedingt. Die anderen tranken Bier und ich Cola Zero. Dann spazierten wir langelange bis zur Uni und noch weiter und sahen

im Park

eine tote Fledermaus am Boden. Ich glaube, ihr Pfeifsystem war kaputt, drum flog sie zackbumm voll in den Baum und fertig.

Dann liefen wir weiter und als ich schon glaubte, am Stadtrand von Burgdorf zu sein, sagte Eric zu mir, ich müsse mal schauen, hier sei das Paradies. Aber es war gar nicht das Paradies, nur ein megagigagrosses Massaschezenter mit Happy ending und allem. Chantal sagte, gang nur, aber ich ging nicht.

Auf einem anderen Markt hatte es viele Chinesen und Asiaten und auch Australier. Chantal kaufte mir ein frauenfeindliches Tiischi. Chantal ist überhaupt nicht doof. Dann liefen wir in die Kings Road. Eric sagte, dass hier immer Schwule und Lesben wohnen, doch ich hatte eigentlich überhaupt gar keine Angst. Wir gingen in einen Musikladen, der “The National” hatte und ich kaufte sie auf der Stelle. Leider habe ich hier keinen CD-Player, nur den iPod und das iPhone und das iPad mit 64 Giga.

Am späteren Nachmittag schauten wir in einem


Teeladen

vorbei und spazierten in eine andere Bar und dann in die Beiz, in der


Eric arbeitet.

Sie heisst “Bloodwood”, was mir irgendwie sehr gefällt. Dort kamen wir scharfe Drinks mit Ingwer und Kraschteis drin über. Am Ende assen wir in einem afrikanischen Restaurant afrikanisches Essen. Es war superduper! Zum Dessert gingen wir in ein hippes Restaurant mit uuuufeinen Schoggikuchen und lebendigen Tieren an den Wänden. Eric sagte, das ist überall so, wegen dem Meer. Dann liefen wir zum Bahnhof und fuhren von der Innenstadt nach Strathfield. Dort nahmen wir ein Taxi, das wo uns nach Hause brachte.

(Die meisten Bilder hat Chantal geschossen.)

Published inAustralisches

3 Comments

  1. Anderecousine

    Für alle die wo es nicht glauben, aber ich weiss es: Der Hannes macht nämlich alle Fehler wo er macht, macht er extra.Nicht dass die wo das nicht glauben denken und so einer schreibt in der Zeitung.

  2. Für Gesprächsstoff auf unserem Ostküstenfährtli ist damit gesorgt. Danke!

  3. Sag der Chantal, dass sie nur lange genug mit dir zusammen sein müsse, dann würdest du gleich aussehen wie dieser Mops, aber ohne das aufmüpfige Temperament.

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