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Inselleben (VI)

Tag 5, immer mal wieder

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Schlappschuss 1: Die grünrotgelbe Möve, die direkt über mir jetzt eine halbe Stunde lang Kunststückli aufgeführt (extrem sehenswert: die einflügligen Rückwärtsloopings!) und dazu “Fly like an eagle” in der Orchesterversion von Andrè Rieu gepfiffen hat, verschwindet in dem Moment, in dem ich geistesgegenwärtig beschliesse, sie zu filmen.

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Saubere Sache: “Es hat Beschwerden gegeben. Viele Touristen störts, dass es zwischen ihren Arschbacken dauernd knirscht und ripst, wenn sie nachem Sünnele zum Hotel laufen. Das heisst: Weg mit dem Sand!”, hatte der Chef bei der Lagebesprechung am frühen Morgen gesagt. Also setzte sich José, der nach vier Jahren Arbeitslosigkeit endlich einen Job im Werkhof von Playa del Inglés gefunden hat und heute zum ersten Mal im Einsatz steht, auf den Bagger und fuhr zum Strand. Kaum war er weg, prusteten sein Vorgesetzter und seine Gspändli los und verbrachten den Rest des Vormittags damit, sich wiehernd auf die Schultern zu klopfen und miteinander zu wetten, ob der Neue bis Ende Woche durchhalten würde.

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FKK: Aller Gattig Hühner sind nur deshalb auf Gran Canaria, weil sie hier die Garantie haben, nahtlos braun zu werden.

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Schwacher Trost: Weil ich immer noch keine Live-Kanarienvögel gesehen habe, beobachte ich nun stundenlang Cocktaildekorationen, um wenigstens ein bisschen Farbe im Leben zu haben. A propos “Leben”: Die wüste Geschichte von gestern nahm ein glückliches Ende. Im letzten Moment sah ich zwei Meter neben den Dünen ein Fusswägli, auf dem ich leichten Herzens und fast unversehrten Gehirns in die Zivilisation bummeln konnte, wo ich mir als Erstes einen Megagigaschoggipistaschstrattschatellaggupp gönnte.

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Schlappschuss 2: Als er die etwas gar theatralisch um Hilfe rufende Silikonrussin endlich den Quere- statt den Höchewäg zwischen den Kiefern hatte, stiess der Weisse Hai ins Meer zurück – ohne sich darum zu kümmern, dass ich immer noch damit beschäftigt war, einen Film in mein iPhone zu legen.

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Immer nur lächeln: Das gilt in Touristenhochburgen nicht nur für die menschlichen Glieder der Wertschöpfungskette, sondern auch für zufällig herausgepflückte Vertreterinnen und Vertreter der hierzueilande besonders bunten Botanikszene.

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Grund zum Strahlen: Mithilfe von ein paar Reisebüros – die ja dafür sorgen, dass das mit dem Rückflug klappt; oder eben nicht – konnte die Inselregierung ein paar Feriengäste dazu motivieren, beim Bergen von Uran-Brennstäben aus der Tiefsee mitzuhelfen.

Published inFerientechnischesFragwürdiges

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