Ein Abend mit Fleisch am Knochen

Fägige Musik, flotte Leute und Fleisch bis gnue: Am Samstag, 12. Mai, lassen mein Mit-Rocknrolldie Peter Urech und ich wieder einmal eine Sause unter den „Metzgere“-Lauben in der Burgdorfer Oberstadt steigen. Am Grill legt erneut Markus Chalilow auf. Der Eintritt ist gratis.

Ess geht auch so

Als glühender Anhänger des Weight Watchers-Prinzips flog ich mit dem Vorsatz in die USA, beim Essen dort jedes Erbsli zu zählen.

Kaum waren wir in San Francisco gelandet, musste ich allerdings leicht verdrossen feststellen, dass Erbsen eher nicht zu den dominierenden Elementen amerikanischer Speisekarten gehören.

Mir blieb also nichts anderes übrig, als auf andere Naturprodukte auszuweichen.

Auf Eier von glücklichen Hühnern zum Beispiel

oder auf Fleisch von Rindern, die nie einen Stall von innen gesehen und nur wenige Stunden zuvor noch auf endlosen Wiesen gegrast haben

oder auf Kartoffeln aus sonnenlichtdurchtränkten Äckern, und auf Käse aus quietschfidelen Kühen aus dem Land we call the home of the brave

sowie – als kleine Sünde zwischendurch – auf frische Früchte:

Inzwischen, nach knapp zwei Wochen, habe ich mich mit der Ernähungsumstellung arrangiert und gelernt: Es brauchen wirklich nicht ständig Erbsen zu sein.

Was immer ich auf unserer Reise zu mir nehme, ist zwar bio durch und durch, schmeckt aber trotzdem hervorragend und sättigt erst noch nachhaltig.

Herzkranzgefäss, was willst du mehr?

S Weggli und de Batze

Die Rocknrolldies ziehts nach draussen: Am 10. Juni sorgen wir unter den Lauben vor der “Metzgere” in der Burgdorfer Oberstadt für Stimmung.

Los gehts um 17 Uhr. Der Eintritt ist frei. Für Hungrige gibts Fleisch vom Grill.

Kaustralische Genüsse

Zum Zmorge, zum Zmittag, zum Zvieri, zum Znacht und sehr gerne auch einfach so, zwischendurch: Australien und Tasmanien haben in kulinarischer Hinsicht endlos viel zu bieten.

Fangfrische Meeresfrüchte, butterzartes Fleisch, liebevoll zubereitete Desserts – falls das Schlaraffenland tatsächlich existiert, dann liegt es vermutlich hier, auf 25° 16′ 26.479″ S und 133° 46′ 31.411″ E.

Das genussvolle Sattwerden bereitet zu keiner Tageszeit irgendwelche Probleme. Manche Zeitgenossen scheinen allerdings gewisse Schwierigkeiten mit der korrekten Entsorgung all der Herrlichkeiten zu haben:

Notizen aus dem Morgenland (XI)

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Kamel-, Schaf-, Lamm-, Rindfleisch und Huhn, Meeresfrüchte, Reis in allen Variationen, Auberginen- und Kichererbsenpüree, Datteln, Mangos, Palmenherzen, Fladenbrot, Rohkostsalat, dazu Zimt, Zitronen, Kardamom, Gewürznelken, Pfeffer, Ingwer, Knoblauch, Muskatnuss, Kreuzkümmel, Knoblauch oder Zwiebeln: Auch in kulinarischer Hinsicht gibt es im Oman unendlich Vieles zu entdecken.

Eine landestypische Küche kennt das Sultanat nicht. Auf den Tisch kommt ein in Hunderten von Seefahrerjahren entstandener Mix aus indischen, indonesischen, arabischen, asiatischen und ostafrikanischen Speisen. Weil der karge Wüsten- und Bergboden nur beschränkt Nahrungsmittel hergibt, müssen manche Zutaten importiert werden.

Essen im Oman: Das ist – zumindest auf dem Land – ein Erlebnis für sich. Statt am Tisch sitzt man(n) auf dem mit einem grossen Teppich bedeckten Boden, mit einem dicken Kissen im Rücken, und benutzt statt eines Bestecks die rechte Hand (wobei: Touristen werden Messer, Gabel und Löffel zur Verfügung gestellt, ohne, dass sie darum bitten müssen). Zwar hat jeder seinen eigenen Teller, doch was auf den Tisch kommt, wird geteilt: Ungezwungen bedienen sich alle aus allen Töpfen und Schüsseln.

Nicht probieren konnten wir ein “Shows”. Dafür wird – zu ganz besonderen Anlässen – eine Ziege, ein Lamm, ein Schaf oder ein Kamel ausgenommen, gefüllt und tagelang in einem Erdloch auf glühenden Kohlen gegart.

Dass uns diese Erfahrung versagt bleibt, können wir problemlos verschmerzen. Wir essen hier zwar oft und nicht wenig. Aber ein ganzes Kamel mit allem Drin und Dran: das wäre ziemlich sicher auch für uns ein bisschen zuviel des Guten.

A propos “gut”: Traditionsgemäss werden Besucherinnen und Besucher im Oman von ihren Gastgebern mit Kaffee und Datteln willkommen geheissen. Es spricht nichts dagegen, diesen schönen Brauch auch bei uns zuhause einzuführen.

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(Bild: Schatz)

Gruss aus der Küche

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Kochen macht Spass, ganz besonders für die Frauenrunde, die sich heute chez Chantal zu ihrer allwöchentlichen Philosophierrunde trifft. Es gibt ein Szegediner Gulasch mit Sauerkraut drin, aber ohne Kartoffeln (hier ist das Rezept, aber ich machs immer chli anders), und statt noch lange mit Esswaren herumzuspielen, werfe ich jetzt lieber den Herd an.

Trennkost

Vorher:

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Nachher:

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Als gesundheitsbewusster Mensch habe ich im urgemütlichen und auch sonst sehr empfehlenswerten “Hüttli” in Meiserskappel die Härdöpfel aus der Friteuse (Öl) nicht ganz aufgegessen und mich stattdessen auf die Naturprodukte konzentriert: 300 Gramm Fleisch vom Schweins-Nierstück, gefüllt mit Käse, Schinken und Knoblauch und abgerundet mit einem Hauch Kräuterbutter. Davor gabs ein gemischtes Salätli. Für ein Dessert war kein Platz mehr.

Füller-Fragen

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Blick durch eine Deckenverschalung im Regionalspital Emmental in Burgdorf.

Während man so dasitzt und darauf wartet, von der Ergotherapeutin zu einer weiteren Gymnastikstunde abgeholt zu werden, fragt man sich, ob es sich bei den braunen Würsten da oben um Isolationsmaterial handle, oder amänd doch um Fleisch von irgendwoher.

Zum Zmorge, zum Zmittag, zum Znacht und auch sonst

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To whom it may concern: Wir essen in Australien sehr ausgewogen nicht nur Junkfood zumindest drei Mahlzeiten pro Tag.

Heute zum Beispiel gönnte sich Chantal

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zum Zmorge

Lachs (Fisch; gesund) mit Avocado (Frucht; gesund), einem pochierten Ei (Tierprodukt; gesund) und chli Toast (Brot; gesund).

Ich blieb bei meinem Favoriten, einem australian breakfast. Dieses besteht aus Schinken, Speck (Tierprodukte; gesund), einem pochierten Ei (siehe vorhin) und Toast (siehe gleich nochmals vorhin). Manchmal hats noch Bohnen und eine Tomate und Pilze dabei: Alles von Mutter Natur, alles entsprechend gesund.

Zum Zmittag bestellten wir je eine

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Portion Calmari

(Tierprodukt; gesund) mit Pommes Frittes (Kartoffeln; gesund).

Zum Kafi gabs

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je ein Kafi

(in Massen genossen nicht unmittelbar tödlich).

Als Vorspeise zum Znacht bestellten und bekamen wir

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dunkle Känguruh- und helle Krokodilstücke

(Fleisch; gesund). Der Hauptgang bestand in Chantals Fall aus einem Steak (Fleisch; gesund) mit Fisch (Fisch; gesund) und in meinem aus einem Hamburger (Fleisch und Brot, doppelt gesund) mit Pommes Frittes (wie gesagt: Naturprodukt) und Zwiebeln (Pflanze; gesund). Auf beiden Tellern lag Salat (Kommentar überflüssig).

Auf Desserts verzichteten wir. Es waren kaum Fruchtglacen im Angebot.

Ernährungstechnisch etwas suboptimal waren vielleicht die Kaugummis, die wir uns tagsüber zwischendurch zuführten und das Schoggiguezli, das ich auf der Fahrt vertilgen musste, weil es sonst geschmozen wäre (wobei: Schokolade besteht ja zu einem nicht geringen Teil aus gesunder Milch).

Zwischen Schwein und Schoggimousse

Auf zu neuen Ufern: Am Freitag, 2. November, kochen BZ-Chefredaktor Michael Hug, dessen Partnerin Andrea Sommer vom BZ-Nachrichtenressort, Hans Herrmann von der BZ Burgdorf/Emmental, Urs Wüthrich von der BZ-Stadtredaktion, mein Schatz von der BZ Langenthaler Tagblatt und ich vom BZ Forum an den 10. Burgdorfer Krimitagen für die Zuhörerinnen und Zuhörer der ausverkauften Lesung von Emil Steinberger.

Mises en places und alles miteingerechnt, geben wir in der Küche des Casino-Restaurants in der Oberstadt schätzungsweise 14 Stunden lang Vollgas. Gründe zur Beunruhigung bestehen weder für die Kundschaft noch für uns: Urs Wüthrich ist gelernter Koch. Seine fünf Kolleginnen und Kollegen…aber wen interessieren schon Referenzen. Was zählt, ist, was wie auf den Tisch kommt. Und ein Testlauf hat gezeigt: Wir Laien haben die Lage soweit tiptopp im Griff.

Schweinshalsbraten an Senfsauce, Gemüse-/Mascarpone-Risotto und Gemüse sowie eine Schoggimousse mit Himbeercoulis: Das bereiten wir für voraussichtlich 150 Gäste zu. Für das kulinarische Rundumwohlfühlprogramm werden wir rüeblischälend, kürbisschnippelnd und zwiebelnschneidend möglicherweise einiges an Blut, Schweiss und Tränen vergiessen. Aber selbstverständlich bemühen wir uns, kein Tröpchen davon in die Töpfe und Pfannen fallen zu lassen.

Wir freuen uns sehr darauf, das Krimitage-Publikum zu vewöhnen. Nach Strich und Faden und in der Hoffnung, dass auch am Herd das Glück mit den Tüchtigen sein möge.