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Tag: Gemüse

Ess geht auch so

Als glühender Anhänger des Weight Watchers-Prinzips flog ich mit dem Vorsatz in die USA, beim Essen dort jedes Erbsli zu zählen.

Kaum waren wir in San Francisco gelandet, musste ich allerdings leicht verdrossen feststellen, dass Erbsen eher nicht zu den dominierenden Elementen amerikanischer Speisekarten gehören.

Mir blieb also nichts anderes übrig, als auf andere Naturprodukte auszuweichen.

Auf Eier von glücklichen Hühnern zum Beispiel

oder auf Fleisch von Rindern, die nie einen Stall von innen gesehen und nur wenige Stunden zuvor noch auf endlosen Wiesen gegrast haben

oder auf Kartoffeln aus sonnenlichtdurchtränkten Äckern, und auf Käse aus quietschfidelen Kühen aus dem Land we call the home of the brave

sowie – als kleine Sünde zwischendurch – auf frische Früchte:

Inzwischen, nach knapp zwei Wochen, habe ich mich mit der Ernähungsumstellung arrangiert und gelernt: Es brauchen wirklich nicht ständig Erbsen zu sein.

Was immer ich auf unserer Reise zu mir nehme, ist zwar bio durch und durch, schmeckt aber trotzdem hervorragend und sättigt erst noch nachhaltig.

Herzkranzgefäss, was willst du mehr?

Gruss aus der Küche

Foto

Kochen macht Spass, ganz besonders für die Frauenrunde, die sich heute chez Chantal zu ihrer allwöchentlichen Philosophierrunde trifft. Es gibt ein Szegediner Gulasch mit Sauerkraut drin, aber ohne Kartoffeln (hier ist das Rezept, aber ich machs immer chli anders), und statt noch lange mit Esswaren herumzuspielen, werfe ich jetzt lieber den Herd an.

Zwischen Schwein und Schoggimousse

Auf zu neuen Ufern: Am Freitag, 2. November, kochen BZ-Chefredaktor Michael Hug, dessen Partnerin Andrea Sommer vom BZ-Nachrichtenressort, Hans Herrmann von der BZ Burgdorf/Emmental, Urs Wüthrich von der BZ-Stadtredaktion, mein Schatz von der BZ Langenthaler Tagblatt und ich vom BZ Forum an den 10. Burgdorfer Krimitagen für die Zuhörerinnen und Zuhörer der ausverkauften Lesung von Emil Steinberger.

Mises en places und alles miteingerechnt, geben wir in der Küche des Casino-Restaurants in der Oberstadt schätzungsweise 14 Stunden lang Vollgas. Gründe zur Beunruhigung bestehen weder für die Kundschaft noch für uns: Urs Wüthrich ist gelernter Koch. Seine fünf Kolleginnen und Kollegen…aber wen interessieren schon Referenzen. Was zählt, ist, was wie auf den Tisch kommt. Und ein Testlauf hat gezeigt: Wir Laien haben die Lage soweit tiptopp im Griff.

Schweinshalsbraten an Senfsauce, Gemüse-/Mascarpone-Risotto und Gemüse sowie eine Schoggimousse mit Himbeercoulis: Das bereiten wir für voraussichtlich 150 Gäste zu. Für das kulinarische Rundumwohlfühlprogramm werden wir rüeblischälend, kürbisschnippelnd und zwiebelnschneidend möglicherweise einiges an Blut, Schweiss und Tränen vergiessen. Aber selbstverständlich bemühen wir uns, kein Tröpchen davon in die Töpfe und Pfannen fallen zu lassen.

Wir freuen uns sehr darauf, das Krimitage-Publikum zu vewöhnen. Nach Strich und Faden und in der Hoffnung, dass auch am Herd das Glück mit den Tüchtigen sein möge.

Mutter Natur gibt alles

Unser Beetli, Anfang Mai…

…Mitte Mai…

…und jetzt:

In der Mitte kränkelt es ein wenig – R.I.P., Salätli -; abgesehen davon ist schon faszinierend, was ein wenig Erde und Wasser miteinander zustande bringen.

Beetli Heil

Eben: Chantal und ich sind unter die Gärtner gegangen.

Anfang Mai sah unser Land noch so aus:

Seither spriesst das Gemüse in atemberaubendem Tempo. In der Nacht, wenn alles still ist, kann man manchmal hören, wie die Stängel mit leisen Flutschgeräuschen immer weiter aus dem Boden dem Himmel zu wachsen. Et voilà:

Ups. Kleiner Irrtum. Dieses Beet gehört meinen Vermietern.

Unser Pflanzplätz (und damit auch jener von Nachbars Katze) ist der hier:

Gärtchendenken

Tomaten, Zwiebeln, Knoblauch, Randen, Patissons, Kürbisse, Auberginen…: Das alles müssen mein Schatz und ich bald nicht mehr kaufen. Das holen wir uns in absehbarer Zeit einfach aus unserem frisch angelegten Gartenbeetli.

Der kleine Pflanzplätz macht erstaunliche Fortschritte. Am Montagabend wies noch wenig darauf hin, dass hier zwei Menschen ihre ersten Schritte in Richtung Selbstversorgung getan haben:

Nur einen Tag später sah es schon fast danach aus, als ob wir demnächst das erste Erntedankfest feiern könnten:

Selbstverständlich dokumentieren wir unsere züchterischen Fortschritte fortlaufend hier und auf Facebook.

Und: Wer unser Beet am euphorischsten rühmt, gewinnt ein Nachtessen auf selbst angebauter Gemüsebasis (auf Wunsch auch mit einem Stück Fleisch. Dieses wäre allerdings fremdproduziert. Die Schafe nebenan lassen wir – vorläufig noch – in Ruhe).