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Notizen aus dem Morgenland (VIII)

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Zeitungslektüre im Ausland ist immer auch ein Stück angewandter Relativitätstheorie: Während die Schweiz gerade Kopf steht, weil Christoph Blocher scheints die NZZ übernehmen will, beschäftigt die Times of Oman aktuell ein ganz anderes Thema: Die Regierung denkt über eine Art „Heirats-Stipendium“ nach. Einheimische, die weniger als 800 Rial (umgerechnet knapp 2500 Franken) verdienen, sollen vom Staat 4000 Rial als Zustupf an die Hochzeitsfeier erhalten.

Bemerkenswert: Korrekturen vermeldet die Times of Oman auf der Frontseite – auch wenn es „nur“ wegen eines falschen Bildes ist.

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G’day, tristesse

G’day, tristesse

Pfütze

Gopferteli, ist das gruusig: Seit dem Heiligen Abend – und damit genau seit unserer australischen Hochzeit (im Bild:

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Der Bräutigam kurz vor dem Yeswort

– regnet es in Sydney fast ununterbrochen. Damit einher ging ein Temperatursturz von epischen Ausmassen: Im Moment sitze ich bei lumpigen 18 Grad zähneklappernd auf dem Balkon. Die Tastatur meines Laptops ist von einer feinen Eisschicht überzogen. Hin und wieder klirrt es laut. Dann weiss ich: Schon wieder ist ein Vogel schockgefroren vom Himmel gefallen.

Wir fahren für zwei Tage nach Wollongong, wo Chantals Cousin und dessen Freundin leben.

Wollongong ist im Übrigen auch die Stadt, in der Jon Lord von Deep Purple am 13. März 2001 eines der hühnerhautigsten Intros zu „Perfect Strangers“ gelang – und für mich folglich ein fast magischer Ort.

Anschliessend kehren wir für die Silvesterfeier zurück nach Sydney. Dann gehts ab nach Melbourne, Tasmanien und auf Phillip Island.

Nach dem Ja- das Yeswort

Nach dem Ja- das Yeswort

Hochzeit Chantal und Hannes
(Bild: Hannes Zaugg-Graf)

Rund 250 Tage, nachdem wir in Burgdorf offiziell geheiratet haben, und auf den Tag genau zwei Jahre, nachdem ich Chantal in Sydney mit meinem Heiratsantrag überrumpelte zu einer gemeinsamen Zukunft nötigte überraschte, treten mein Schatz und ich am Heiligen Abend 2012 in Australien erneut vor den Trau“altar“, um uns im Beisein von 40 Gästen das Yeswort zu geben.

Als umtriebige Tätschmeisterin und „Standesbeamtin“ in Personalunion fungiert Chantals Tante Sylvie. Sie überreichte mir gestern Abend den

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Anzug,

den die Familie für mich besorgt hat (wer mich kennt, der weiss, dass das Shirt optisch zwar durchaus, von der Aussage her aber hinten und vorne nicht zu mir passt; but we will not popeliger be than the pope), und dazu assortierte

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Schuhe.

Dazu kommen noch ein Hut (den ich sobald wie möglich gegen das viiiel gäbigere

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Chäppi

des weltbesten Trauzeugen ever austauschen werde) und eine Fliege; was macht man nicht alles, um bei der Verwandtschaft zu punkten.

In Sachen Rahmenprogramm herrschte in den letzten Wochen Geheimhaltungsstufe 1. Sylvie hat uns nur verraten, dass wir „a funny wedding“ erleben werden, bei dem viele australische Symbole eine Rolle spielen. Blumenstreuende Koalas, Walzer tanzende Kängurus oder Gedichte vortragende Emus: Wir sind auf vieles gefasst.

Klarheit besteht dafür in kulinarischer Hinsicht: Es gibt Land- und Meergetier vom Grill bis an den Parrametta-River abe, und dazu vielleicht nochli Gemüse und Salätli. Falls die Gäste nicht alles verputzen mögen, ist das kein Problem: Gleich anschliessend feiert die Hochzeitsgesellschaft Weihnachten.