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Tag: Live

Aus der guten, alten Zeit

Der monströse Car passt in die Burgdorfer Oberstadt wie Moby Dick auf eine Alp. Vor Kurzem stand das Gefährt in Linz, Prag, Berlin, Hamburg, Köln und Paris. Morgen bringt es seine Passagiere nach Freiburg im Breisgau, Karlsruhe, Dresden und Leipzig. Dann gehts durch die Niederlande und Belgien ab nach London, wo für John Mayall, den Mieter des Busses, vor weit über einem halben Jahrhundert alles begann.

In London zog er mit Jimmy Hendrix um die Häuser. In London erfand er den “Weissen Blues”. In London gründete er die “Bluesbreakers”, bei denen Talente wie Eric Clapton, Peter Green, Mick Taylor, Ginger Baker, Walter Trout, John McVie oder Mick Fleetwood eine künstlerische Heimat fanden, von der aus sie später die Welt eroberten.

In “Blues for the lost days” erinnert sich Mayall an die guten, alten Zeiten:

“From a home in the country with the blues
on my wind-up gramophone.
Headin’ out to the city,
movin’ round like a rollin’ stone.
With a band of Bluesbreakers
make a mark down here on my own.

We had Freddie King, Sonny Boy and Hendrix
And they’d be sitting in till the break of dawn.
Sweating at the all night Flamingo
and comin’ out to pigeons on a Sunday morn.
So many good times, so much music.
But back then nobody knew
that the London blues were born.”

84 Jahre alt ist der Mann inzwischen, doch als er die Bühne des Casino Theaters betritt, ist davon nichts zu spüren. Gegen Ende des Tages, an dem für Chuck Berry – den Vater des Rock’n’Roll – der Schlussakkord seines Lebens erklang, scheint er sich einfach nur darüber zu freuen, ein bisschen Zeit mit Leuten verbringen zu dürfen, die musikalisch ticken wie er.

Während sich andere rockende Senioren damit begnügen, vor wechselndem Publikum ständig das gleiche Programm hinunterzuspulen, ändert John Mayall die Setlist auf seiner “Livin’ and lovin’ the Blues”-Tour von Auftritt zu Auftritt.

In Bordeaux sah sie so aus

,

in Hamburg so

,

in Warschau so

und in Wien so:


(Quelle: www.setlist.fm)

Auch in Burgdorf scheint das Programm, wenn überhaupt, erst kurz vor dem Gig in groben Zügen besprochen worden zu sein. Um sicherzustellen, dass das Personal mit dem selben Stück beginnt wie er, sagt Mayall jeweils an, was gleich folgt.

Innerhalb dieser Leitplanken improvisiert die Band, was das Zeug hält. Mitten im Song wechselt sie von Moll zu Dur und wieder zurück. Der Drummer und der Basser erhalten viel Raum für Soli, und wenns einem von beiden gerade nicht drum ist, sich zu exponieren, signalisiert er das mit einem kaum sichtbaren Kopfschütteln und einem verstohlenen Grinsen, worauf der Meister alleine weitermacht, bis irgendwann alle miteinander finden, es sei jetzt langsam an der Zeit, zusammen in die Zielgerade einzubiegen.

Ein Schlagzeug für Jay Davenport, eine Bassgitarre für Greg Rzab (er hat schon Buddy Guy, Mark Knopfler, Jeff Beck, Otis Rush, Bonnie Raitt, Eric Clapton oder Jimmy Page begleitet), eine (selbstgebaute!) Gitarre, ein E-Piano, ein Keyboard plus eine Mundharmonika für den Chef: Mehr brauchen John Mayall und seine Mitstreiter nicht, um ihre knapp 300 Gäste mit einem kurzweiligen Mix aus uralten Heulern und nigelnagelneuen Songs in nostalgische Verzückung zu versetzen.

In dem dringend renovierungsbedürftigen Gebäude rummsts und wummsts und chlöpfts und tätschts bisweilen, als ob eine Horde Halbwüchsiger ihren neuen Proberaum einweihen würde. Dann wisperts und wimmerts auf einmal nur noch, bis es im Saal beinahe still ist. Von der Bühne schwirren, kaum wahrnehmbar, vereinzelte Töne durch den Raum, die mit dem, was gerade verklungen ist, nur entfernt etwas zu tun zu haben scheinen. Sie vermengen sich miteinander, werden mit Grooves unterlegt und mit Shuffles angereichert und bilden irgendwann ein neues Ganzes, das auf magische Weise perfekt zu dem passt, was vorher gewesen war.

Zu den ganz grossen Momenten des Abends gehören der 1997 komponierte und schwer autobiographische “Blues for the lost days”, “It’s hard going up”, “Help me”, “Movin’ out and movin’ on”, “Blues for the lost days” und das auf mindestens eine halbe Ewigkeit gestreckte und mit einem Gruss an Deep Purple versehene “California” vom 1969 erschienenen Meilenstein-Album “The turning point”.

Wobei: Was John Mayall spielt, ist den meisten seiner mit ihm gereiften Fans – der Altersdurchschnitt im Casino Theater dürfte bei plusminus 60 liegen – von Herzen egal. Für sie ist nur wichtig, dass er spielt, und zwar genauso, wie sie es von ihm seit jeher kennen: Erdig und ehrlich und ohne all die elektronischen Mäscheli und Bändeli, mit denen der Nachwuchskünstler von heute sein Liedgut künstlich aufzupeppen pflegt.

Minuten, nachdem die Standing Ovation im Saal abgeebbt ist, stehen Mayall, Davenport und Rzap im Entrée des Casino Theaters. Sie nehmen Gratulationen entgegen, signieren Karten und Platten, plaudern mit Gästen und vermitteln dabei – Riesencar hin, Eric Clapton her – überhaupt nicht den Eindruck, jemand Besonderes zu sein.

Entweder ist ihnen nicht bewusst, dass sie ihnen wildfremden Leuten, einmal mehr, einen wunderschönen Abend bereitet haben. Oder dann ist es ihnen klar – aber für sie kein Grund, darum viel Aufhebens zu machen.

Menschen dieses Schlages meint John Mayall vermutlich, wenn er in “Blues for the lost days singt:

“Today I got to thinking,
where go friends that drift apart?
Some of them are dead and gone now
But they still live on in my heart.”

Fuckin’ fantastisch

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Sie ist, einerseits, “eine Diva mit fast übermenschlicher Stimme“, eine “Königin” oder “der allerletzte wahre Star“, heimst vom Oscar bis zum Grammy Preise am laufenden Band ein und zählt mit über 100 Millionen verkauften Platten zu den erfolgreichsten Künstlern der Gegenwart.

Andrerseits: Wenn Adele Laurie Blue Atkins, wie gestern Abend während ihres Konzerts im rappelvollen Zürcher Hallenstadion, einen mit zahllosen “Fuckin’s” gespickten Schwank aus ihrem Leben erzählt (was sie ziemlich oft tut), wirkt sie wie eine Arbeitskollegin, die beim Feierabendbier ein Glas zuviel erwischt hat.

Dieser Kontrast irritiert ebenso, wie er fasziniert. Sie singt, als ob sie ein Wesen von einem anderen Stern wäre – und scheint die Bodenhaftung trotz des gigantischen Rummels, der rund um den Erdball spätestens seit ihrem sagenhaften Comeback-Album “25” um sie veranstaltet wird, nicht verloren zu haben.

Adeles Auftritt ist von baffmachender Makellosigkeit. Von “Hello” – ihrem Über-Hit, mit dem sie den Abend eröffnet – über das atemberaubende “Skyfall” bis hin zur letzten Zugabe “Rolling in the deep” sitzt jeder Ton.

Unter einer monumentalen Leinwand begleitet eine blind harmonierende zwanzigköpfige Band mit Gitarristen und Schlagzeugern und Streichern und Bläsern und Backgroundsängerinnen und allem druckvoll, was die Chefin auf der vierzehn mal fünfzig Meter grossen Bühne – sie erinnert entfernt an einen überdimensionierten Schminkspiegel –  in ihrem mit Strass verzierten bodenlangen dunklen Kleid vorträgt.

Kostümwechsel (wie bei Madonna, Lady Gaga und anderen Mitbewerberinnen) gibt es keine. Auch auf aufwändige Choreografien, Feuerwerk und artverwandte Ablenkungsmanöver haben die Showgestalter der Show verzichtet. Dafür gönnen sie den 13 000 Zuschauerinnen und Zuschauern nach einem bombastischen Auftakt im musikalischen XXL-Format eine kurze Atempause mit einem fast schon intim wirkenden akustischen Teil. Wenig später steht Adele mitten in der Halle auf einen kleinen Bühne und lässt sich zu “Set fire to the rain” verregnen, ohne nass zu werden.

Der Trick passt wunderbar in diesen durch und durch magischen Abend.

Doch nicht “forever”

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Es war einer jener Abende, den all jene, die ihn erleben dürfen, als “magisch” bezeichnen, bevor er zu Ende ist: Im Basler St. Jakobsstadion spielten am 16. Juli 1983 Joe Cocker, Chris de Burgh und Supertramp, und alles wäre perfekt gewesen, wenn man nicht gewusst hätte, dass Letztere sich gerade auf ihrer Abschiedstournee befinden und man “The Logical Song”, “Breakfast in America”, “Fool’s Ouverture”, “Dreamer”, “Bloody well right”, “Crime of the Century” und was die Herren um Roger Hodgson und Rick Davies noch an musikalischen Perlen aus den Ärmeln geschüttelt hatten, nie mehr live zu hören bekommen würde.

Nur: “Abschiedstournee” war schon immer ein dehnbarer Begriff (Tina Turner kann auch zu diesem Thema einen ganzen Strauss Lieder singen). 14 Jahre später waren Supertramp wieder da, wenn auch ohne Roger Hodgson, der sich längst sehr erfolgreich selbstständig gemacht hatte, aber das machte fast gar nichts: In der “Arena” von Genf zelebrierte die Truppe eine Pop-Rock-Messe der Sonderklasse. Dass sie den Gig gleich mit “School”, einem ihrer Überhits, lancierten, zeigte: an Selbstvertrauen fehlt es den Briten nach wie vor nicht. Als die Lichter in der Halle wieder angingen, dachte ich: das wars jetzt endgültig. Supertramp siehst du nie mehr.

Aber oha: Am 25. Oktober 2010 feierten Rick Davies – das nach Hodgsons Ausstieg letzte verbliebene Gründungsmitglied -, und John A. Helliwell, der den Supertramp-Sound mit seinem Saxofon jahrzehntelang mitgeprägt hatte, mit sieben Mitstreitern den 40. Geburtstag der Band auch im Zürcher Hallenstadion. “Die Formation zog zwei Stunden lang alle Register, um das Publikum zu begeistern”, notierte der “Tagesanzeiger”, und fügte an: “Sollte sich das Konzert als allerletzter Auftritt in der Schweiz herausstellen, war es ein würdiger Abschied.”

Fünf Jahre später, am nächsten Mittwoch, wollten Supertramp erneut in Zürich gastieren. Doch daraus wird nichts: Wie ihr Management mitteilt, mussten sie die komplette Europatournee absagen, weil Rick Davis an Knochenmarkkrebs erkrankt ist und sich “einer aggressiven Behandlung” unterziehen muss.

Die tragische Ironie der Geschichte: Die Tour stand unter dem Motto “Forever Supertramp”.

The Swinger takes it all

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Am Ende singt er ihn dann doch noch, den allergrössten Hit seiner unzähligen ganz grossen Hits, und natürlich sind seine 13 000 Gäste im Zürcher Hallenstadion schon bei den ersten Akkorden von “Angel” hin und weg vor Glück und Ergriffenheit, und selbstverständlich ist spätestens dann auch jenen Männern, die dieses Konzert vor allem ihren Frauen zuliebe besuchen, endgültig klar, welch grossartigen Entertainer sie heute leibhaftig erleben dürfen, aber eigentlich…

…eigentlich hätte Robbie Williams seine inzwischen leicht ergrauten Engel dafür gar nicht fliegen zu lassen brauchen.

Denn allfällige Zweifel daran, dass er auch 20 Jahre nach seinem drogenbedingten Ausstieg bei Take That und zehn Jahre nach seinem Karrierehöhepunkt als Solomusiker (auf dem er in Knebworth an drei Abenden hintereinander je 120 000 Zuschauern aus dem Häuschen brachte) zu den vielseitigsten, originellsten und mitreissendsten Persönlichkeiten der Popgeschichte zählt, hatte er schon zerstreut, als er mit einer Viertelstunde Verspätung durch ein Loch im Boden auf der Bühne erschienen war und dem Publikum mitgeteilt hatte, sein Name sei Robert Peter Williams, “und eure Hintern gehören in den nächsten zwei Stunden mir!”

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Mit einer glänzend disponierten Big Band mit Pauken, Trompeten, Posaunen und allem im Rücken (nur die Streicher kamen aus der Konserve) und einem halben Dutzend atemberaubend agierender Tänzerinnen und Tänzer an der Seite streift der Brite in Frack und Lack auf seiner “Swings both ways”-Tournee mit spielerischer Leichtigkeit und bubenhafter Freude durch eine Zeit, in der es noch keine am Reissbrett zusammengestellten Boygroups gab und keine “Superstar”-Suchen am Fernsehen und kein Youtube im Internet.

“Puttin’ on the Ritz” von Jeff Richman, “Minnie the Moocher” von Cab Calloway, “Do nothin’ ’til you hear from me” von Duke Ellington oder “High Hopes” und – dramaturisch perfekt erst kurz vor Schluss dargeboten – “My Way” von Frank Sinatra: Das sind die Ecksteine, auf die Robbie Williams, der als Popstar längst erreicht hat, was ein Popstar erreichen kann, nun als Swinginterpret baut. Dazwischen streut er passend umarrangiertes eigenes Material ein (“Come undone”, “Millennium”) und adaptiert er Meisterwerke von Alicia Keys (“Empire State of Mind”) oder Ray Charles “Hit the Road, Jack”).

Ihm dabei zuzusehen und -zuhören, ist auch für Leute, die eher dem Blues und dem Rock zugeneigt sind, das pure Vergnügen. Das liegt einerseits daran, dass Williams und seine Begleiter die goldenen Oldies in Dur und Moll zwar mit dem gebotenen Respekt, aber nie mit übertriebener Ernsthaftigkeit präsentieren.

Und andrerseits daran, dass der 40jährige Brite die vielen Freiheiten, die er sich im letzten Vierteljahrhundert erkämpft hat, zu nutzen weiss: Es gibt nicht sehr viele Künstler, die ein Konzert unterbrechen dürfen, um minutenlang mit den Zuschauern in den vordersten Reihen zu schäkern, für Fotos mit Fans zu posieren, CD’s für deren Kinder zu signieren oder eine halbe Ewigkeit lang Werbung für Toblerone zu machen, ohne ein gellendes Pfeifkonzert zu riskieren.

Aber Robbie Williams darf das; Robbie Williams darf alles, weil er nichts mehr muss, ausser, alle paar Jahre wieder zu einer grossen Reise durch die Arenen Europas aufbrechen, um Abend für Abend jedem einzelnen unter zigtausend Kunden das Gefühl zu geben, diese Ton- und Licht- und Farben- und Konfettiorgie nur für sie oder ihn zu veranstalten.

Im Gegenzug erhält der Mann, der in der einen Sekunde umwerfend selbsironisch und in der nächsten unfassbar arrogant wirken kann, regelmässig in hohen Dosen, was er offenkundig am dringendsten braucht: Die Bestätigung dafür, der Grösste zu sein, und des Gefühl, trotz (oder wegen?) all der Brüche in seiner Vergangenheit von jedem Menschen auf diesem Planeten verehrt und begehrt zu werden.

Oder, wie es “Die Presse” nach Williams’ Gastspiel in Wien formulierte: “Das bunte Bukett an widersprüchlichen Gefühlen, das er mit seinen penibel inszenierten Eskapaden auslöste, sorgt für jenen Jubel, der Medizin für alle narzisstisch Veranlagte ist.”

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Nachtrag: Auch die noble NZZ war vom Swingfest begeistert. Der Tagesanzeiger hingegen empfand die Show als “unangemessen und aufgebauscht”.

Das totole Musikvergnügen

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Vier reguläre Konzert-Alben veröffentlichten Toto in 34 Jahren: “Absolutely live”, “Mindfields”, “Live in Amsterdam” und “Falling in between live”. Dazu kamen mit “In Concert in Vina del Mar” und “Toto & Friends” zwei halboffizielle Dokumente ihres Bühnenschaffens.

Nun haben die mehrfachen Grammy-Gewinner aus Los Angeles mit “35th Anniversary – Live in Poland” einen weiteren Auftritt für die Nachwelt konserviert. Da kann man sich – sofern “man” nicht gerade der grösste Toto-Fan nördlich und südlich von Sydney ist – natürlich fragen: War das nötig?

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Die Antwort lautet (Überraschung!): Aber klar doch! Und wie nötig das war!

Und zwar nicht nur für Toto, die sich und ihren Jüngern und Ältern damit ein perfektes Geschenk zu ihrem Bandjubiläum machen. Die Scheibe ist auch ein tolles Lehrstück für all jene, welche – aufgewachsen mit Klängen aus dem Computer und ihrem Lokalradio “mit allne Hits us de 80er und 90er und em Nöischte vo hütt” – glauben, Musik sei etwas, was automatisch passiere, per Mausklick und auf Knopfdruck; einfach so.

Sie merken spätestens nach “On the run” und “Goin’ home”, den ersten Songs auf “35th…”, dass Musik nur dann eine Kunst ist, wenn sie möglichst nichts Künstliches an sich hat. Wenn sie lebt und vibriert und tätscht und chlöpft und streichelt und schmeichelt. Wenn sie einen mit schweissnassen Händen packt und durchschüttelt und erst wieder loslässt, wenn sie verstummt (oder auch nicht; im besten Fall klingt sie auch in völliger Stille noch stundenlang nach).

20 Perlen aus drei Jahrzehnten präsentierten Joseph Williams (Gesang), Steve Lukather (Gitarre und Gesang)), David Paich (Piano und Gesang), Steve Porcaro (Keyboards), Nathan East (Bass) und Simon Phillips (Schlagzeug) an ihren Geburtstagsfeierlichkeiten, die sie im letzten Juni auch nach Zürich geführt hatten.

Und das Erstaunlichste daran ist: Keines dieser Schmuckstücke überstrahlt das andere. Die ganz grossen Hits wie “Africa”, “Rosanna” oder “Hold the Line” durften an der Party zwar naturgemäss nicht fehlen. Im Gegensatz zu früheren Konzerten, an denen sie oft wie Leuchtbojen in einem durch endlose Soli aufgewühlten Ozean bei Nacht wirkten, sind sie jetzt jedoch Teile eines stimmig wirkenden grossen Ganzen. “Kleinere” Nummern wie “Pamela”, “Home of the Brave”, “White Sister”, “99”, “Better World” oder “Stop lovin’ you” schwimmen gleichberechtigt neben den drei Giganten, statt von ihnen unter Wasser gedrückt zu werden.

Das freut nicht nur die über den ganzen Globus verstreute Fangemeinde. Sondern auch Angehörige der schreibenden Zunft, die Toto bisher bloss mit spitzen Fingern anfassten oder gleich in die Schublade mit der Aufschrift “Überperfektioniert und glattpoliert” legten, weil sie mit den Zahlen, die Toto im Laufe ihrer Karriere aufeinandergetürmt haben, nichts anfangen können: An rund 5000 Alben – darunter “Thriller” von Michael Jackson, der meistverkauften Platte aller Zeiten – waren Toto-Mitglieder als Studiomusiker beteiligt. Dafür wurden sie für über 200 Grammies nominiert. Weltweit haben die Kalifornier 35 Millionen Alben verkauft.

Wer mag, soll mit Blick auf dieses Palmarès nun von “Fliessbandarbeit” sprechen. Oder vor diesen Leistungen den Hut ziehen und für immer schweigen.

Was “35th Anniversary…” betrifft, sind sich die Kritiker – zum ersten Mal seit dem Über-Werk “IV” – mehrheitlich einig: Hier liegt sowohl als CD als auch als Blue-ray und DVD ein Meisterwerk vor:

“Die Band strotzt nur so vor Energie, Spielkultur, Leichtigkeit, Homogenität und Vitalität und liefert ein in allen Belangen 1A-Konzert ab, das vor allem auch Wärme, Spass und Freude vermittelt.”

(Rockszene.de)

“A tour de force, amazing music.”

(Getreadytorock.me.uk)

“…eine Gruppe, die an Groove, Zusammenspiel und Perfektion kaum zu toppen ist, aber dabei so viel emotionale Tiefe vermittelt wie selten zuvor.”

(Rocks)

“Technisch auf höchstem Niveau rocken, smoothen und poppen sich die Jungs durch ein umfangreiches Set, das alle Hits enthält, lassen aber nie die Leidenschaft in ihrem Bühnenacting vermissen.”

(Rock’n’Roll-Reporter.de)

“Playing to a massive, standing-room-only crowd in Lodz, Poland, a lineup featuring Steve Lukather, Steve Porcaro, David Paich, and Joseph Williams take to the stage to deliver a stellar performance for their ecstatic fans.”

(allmusic.com)

“Musikalisch betrachtet gibt es nichts zu meckern. Das darf nicht verwundern angesichts der Tatsache, dass die Musiker in der ‘Musician’s Hall of Fame’ vertreten sind. Ein Steve Lukather wird seinem Ruf als einer der besten Gitarristen gerecht, stellt sich aber immer songdienlich in den Dienst der Band. Das Tasten-Duo besticht durch Spielfreude und spielt sich die Sound-Bälle nahezu blind zu. Die Rhythmus-Fraktion mit den beiden Routiniers Phillips und East sorgt für einen Groove, der seinesgleichen sucht.”

(Hooked-on-music.de)

“Die Herren wissen längst, wie sie ihr Publikum von der ersten Sekunde in den Bann ziehen. Musikalisch ist Toto sowieso über jeden Zweifel erhaben. Das ist Mainstream-Rock auf höchsten technischem Niveau.”

(Rock-Jazz-Pop.com)

“This is a band at ease with itself, enjoying the music, playing for the love of one another and the legacy they’ve created together.”

(Somethingelsereviews.com)

Hochstimmung unter dem Hochnebel

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Er zieht und zieht und zieht sich hin, der Winter, und das Schlimmste daran ist: Es schneit nicht einmal. Dafür liegt die Welt fast ständig unter einer Hochnebeldecke, die nur hin und wieder einen Fleck Blau durchscheinen lässt.

Aber mir wei nid chlage. Wir haben ja noch die Musik. Und solange wir die Musik haben, ist und wird alles gut. Drei Bands aus dem Bernerbiet hellen mit ihren jüngsten Werken auch die düstersten Stimmungen innert weniger Minuten auf:

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Von “Oesch’s die Dritten” kannte ich bisher nur den “Ku-Ku-Jodel” und, ämu ein bisschen, die Chefin. Weil mich wunder nahm, was die europaweit erfolgreiche Familienkapelle sonst noch zu bieten hat, hörte ich mich gestern Abend zum ersten Mal durch eine komplette CD (genauer gesagt: gleich durch das ganze Live-Doppelalbum mit all ihren Hits) und muss auch mit meinem volksmusikalisch eher zweifelhaften Hintergrund sagen: Das fägt ja wahnsinnig!

Würde man die 30 Abdiepost-Lieder in eine logische Abfolge bringen, ergäbe sich eine hübsche Geschichte:

Ein “Swiss-Girl” mit “rehbrune Ouge” trifft unter “grünen Tannen” nicht “üse Ätti”, sondern den “Jodler-Bueb”. Über allem leuchtet “der weisse Mond von Maratonga”.

“Du bist mein Sonnenschein”, sagt das Swiss-Girl zum Bueb; “ich tanz so gern mit dir”. Auf ihrem Beobachtungsposten hinter dem Musikantenstadl nicken “der alte Jäger” und “die Bergvagabunden” zustimmend: “Jodeln ist cool”.

“Mein Jodler kommt von Herzen”, flüstert das Swiss-Girl seinem “Pepito” zu. Dieser, etwas verlegen geworden, weiss nicht so recht, was er darauf erwidern soll, und murmelt “es blüht ein Edelweiss”. Das Swiss-Girl erkennt den zweideutigen Sinn dieser Bemerkung sofort. Es nimmt den Bueb bei der Hand und bummelt mit ihm dorthin, “wo der Wildbach rauscht”.

“Typisch Oesch”, sagt der Jäger zu den Vagabunden, und schwenkt vor lauter Freude “les cloches de ma vallée”, worauf “7000 Rinder” fluchtartig das Weite suchen.

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Ebensoviel gute Laune versprühen Marc Trauffer und seine Band auf ihrer vierten CD “Alpentainer”. Auch ihnen gelingt es – wie schon auf “Fischer & Jäger” und “Dr Heimat zlieb” – scheinbar mühelos, aus Optimismus Ohrwürmer zu kreieren, die auf der Bühne erfahrungsgemäss noch viel lebendiger wirken als ab Konserve. “Etwas altmodisch, etwas modern, etwas verrückt, äh, verrockt”: Mit diesen Worten beschreibt Trauffer nicht nur seinen aktuellen Hit

“Brienzer Buurli”;

diese Beschreibung passt auch bestens auf die 13 weiteren Stücke, die der Chef eines Holzspielwaren-Unternehmens und Lokalpolitiker mit seiner hochkarätigen Truppe auf dem Silberling verewigt hat.

Darüberhinaus ist es Trauffer mit “Du drükisch dä Chnopf” auch noch gelungen, eines der schönsten Schweizer Liebeslieder der letzten Jahre zu schreiben.

Kurz gesagt: “Alpentainer” ist eine in jeder Beziehung runde Sache, die nicht nur dann Freude macht, wenn das Wetter einem selbige nimmt.

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Zum Einstieg hämmert ein altes Klavier. Dann setzen die Bläser ein – und schon schepperts und chlöpfts, dass auch der verbohrteste Tanzmuffel unwillkürlich mit dem Fuss wippt: Mit “Musig”, ihrer jüngsten Single, blicken die Halunke auf die swingin’ 20er- und 30er-Jahre des letzten Jahrhunderts zurück. Der Song ist ein Vorgeschmack auf das neue Album, das noch in diesem Jahr erscheinen soll.

Und für das Christian Häni, der Anführer der Hippopp-Bande, schon ordentlich Material verschlissen hat, wie er auf der Halunke-Website notiert:

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Online ist “Musig” nicht gratis erhältlich. Dafür wird auf Facebook der Video-Dreh kostenlos dokumentiert:

1)

2)

Nachtrag 27. Februar: Jetzt gibts “Musig” doch noch online. Et voilà:

Das Geburtstagskind macht ein Riesengeschenk

Ihren 35. Geburtstag feierten Toto auch mit einem Konzert im Zürcher Hallenstadion. Steve Lukather (Gitarre und Gesang), David Paich (Keyboards und Gesang), Steve Porcaro (Keyboards), Joseph Williams (Gesang), Nathan East (Bass) und Simon Phillips (Drums) bescherten vier- oder fünftausend Fans eine über zweistündige Party, in deren Verlauf sie nicht nur ihre allergrössten Hits zum buchstäblich Besten gaben, sondern auch eher unbekannte Songs glänzen liessen:

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Steve Vai, einer der erfolgreichsten Rockgitarristen der Welt, hatte die Jubiläumsshow von Toto kurz zuvor in Rom gesehen. Auf seiner Facebook-Seite notierte er anschliessend: “I don’t think I ever heard a band sound this good live. This is a band that created their own unique sound. The perfect blending of rock, pop, fusion and a little jazz rolled into a huge accessible bundle.”

“Perfekt”: Das war auch das Toto-Gastspiel in Zürich, obwohl es eine halbe Stunde später begann als geplant, weil der Bandbus auf dem Weg nach Oerlikon in die Knie gegangen war.

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(Bild: Bruderherz)

Von Pflichtübung oder routiniertem Abhaken eines weiteren Programmpunktes auf dem Tourneeplan war nichts zu spüren, ganz im Gegenteil: Von “On the run” bis “Home of the brave” zündete das offensichtlich und hörbar bestens aufgelegte Quintett ein musikalisches Feuerwerk nach dem anderen.

Höhepunkt der Party waren natur- und erwartungsgemäss “Rosanna”, “Africa” und “Hold the line”, die Überhits aus den 80ern, die in all den Jahren aber nicht das geringste Stäubchen angesetzt haben…

…wobei: Ehrlich gesagt, ist “Rosanna” inzwischen schon nicht mehr die Allerknackigste. Bei allem Respekt: Sie wirkt ein bisschen wie eine 40jährige Mutter, die ihre 16jährige Tochter leicht overschminked in den Ausgang begleiten will, auch wenn dort manche finden, sie wäre vielleicht besser daheim geblieben, die Gute, und hätte sich einen gemütlichen Fernsehabend mit Popcorn und ein paar Folgen der “Desperate Housewives” gegönnt.

Ein sagenhaftes Gespür für Harmonien und Melodien, eine unerreichte Präzision im Zusammenspiel und die pure Freude daran, immer noch miteinander Musik machen zu dürfen: All das kumulierte in Zürich zu einem unvergesslichen Fest, an dem die Feiernden ihre Freunde ungleich üppiger beschenkten als umgekehrt.

Den Gästen blieb nur eines: Die Jubilare mit nicht endenwollenden Standing Ovations in die Nacht zu entlassen und ihnen noch viele, viele weitere tolle Jahre zu wünschen.

Verdankenswerterweise hat der mir unbekannte Bradley van Dijk im Ziggo Dome von Amsterdam einige Konzertschnipsel für die Ewigkeit festgehalten:

(Übrigens: Zur Entstehungsgeschichte von “Africa” hat dessen Komponist David Paich dem “Rock Cellar Magazine” ein bemerkenswertes Interview gegeben.)

Die Sultans kommen durchs Hintertürchen

Zusammen mit rund 10 000 weiteren Menschen, die in der Londoner Royal Albert Hall am 28. Mai dieses Jahres das Privileg geniessen durften, einen magischen Abend mit Mark Knopfler zu erleben, würde ich schwören: “Sultans of Swing”, seinen Überhit aus längst vergangenen Dire Straits- Zeiten, hat er nicht gespielt.

Umso erstaunter war ich, als ich nun, ein paar Wochen später, den

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USB-Stick mit der (vermeintlichen) Aufnahme “unseres”  Gigs 

erhielt – und darauf welchen Song fand? Genau:

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Als ich den Stick bestellte, durfte ich davon ausgehen, dass es sich dabei um den Auftritt vom 28. Mai handelt. Immerhin hiess es auf Knopflers Website: “Every concert will be recorded in full, from beginning to end including any announcements and encores, by professional sound engineers using multi-track audio technology”.

“Every concert” – das ist ziemlich eindeutig.

Jetzt weiss ich, ehrlich gesagt, gar nicht recht, ob ich mich über die Lieferung freuen oder ärgern soll.

Einerseits ist es natürlich immer wieder schön, “Sultans of Swing” zu hören.

Andrerseits: Wenn ich ziemlich viel Geld für eine bestimmte Live-Aufnahme bezahle, darf ich erwarten, dass sie genau das enthält, was gespielt wurde; und nicht das, was

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an einem anderen Abend

Teil der Darbietung war.

Böse Absichten mag ich – selbstverständlich – niemandem unterstellen; schon gar nicht dem Künstler selber. Wer auch immer dafür gesorgt hat, dass die “Sultans” es am Ende doch irgendwie in “unser” Konzert geschafft haben, meinte das sicher nur gut (wenn auch nicht nur mit den Fans, sondern auch mit sich selber; ein Live-Dokument mit den “Sultans” verkauft sich zweifellos ungleich besser als eines ohne).

Um den Fall zu klären, habe ich getan, was ein Journalist manchmal eben tun muss: ein bisschen  recherchiert herumgegoogelt. Und jetzt…jetzt ist das Rätsel gelöst.

Die Setlist “unseres” Konzerts belegt, dass Mark Knopfer am 28. Mai tatsächlich darauf verzichtet hat, “Sultans of Swing zu spielen”. Stattdessen liess er auf “Romeo and Juliet” überraschend “Gator Blood” von seinem neuen Album “Privateering” folgen:

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Doch dieses – also “unser” – Konzert wurde entgegen der Ankündigung nicht für die Ewigkeit festgehalten.  Mehr Royal Albert Hall-Gigs aufzuzeichnen als jenen vom 27. Mai, lag offenbar  aus finanziellen Gründen nicht drin, weil die Verantwortlichen der Halle für Live-Aufnahmen sehr hohe Gebühren verlangen.

Aber hey, wir wollen nicht pingelig sein: Mark Knopfler ist Mark Knopfler, die Royal Albert Hall ist die Royal Albert Hall, Live is live und die “Sultans of Swing” sind die “Sultans of Swing”.

Ich sehe folglich keinen Grund dafür, mich wegen dieses kleinen *räusper” Missverständnisses an den “Beobachter”, den “K-Tipp”, den “Kassenturz” oder ein artverwandtes Medium zur permanenten Aufrechterhaltung der künstlichen Aufregung zu wenden und werde auch sonst darauf verzichten, die Geschichte publik zu machen.

Ein Blues-Denkmal am Genfersee

“Leute: Wenn ihr jetzt da rausgeht, habt ihr die einzigartige Chance, euch ein Denkmal zu setzen, das für alle Zeiten unzerstörbar in der Musiklandschaft stehen wird. Also: Vercheibets nicht!”: Das hat sehr wahrscheinlich niemand gesagt, als der Schweizer Bluesmusiker Philipp Fankhauser und dessen Band am 29. Juni 2012 in der Garderobe der Miles Davis Hall in Montreux sassen und darauf warteten, das weltberühmte Jazzfestival am Genfersee zu eröffnen.

Doch dass über diesem Abend etwas Magisches liegt, muss Fankhauser (Gitarre und Gesang), Angus Thomas (Bass), Hendrix Ackle (Piano und Hammond), Marco Jencarelli (Gitarre), Tosho Yakkatokuo (Drums) und ihrer Bläsertruppe vor dem Gang auf die Bühne bewusst gewesen sein. Anders lässt sich der musikalische Zauber, den sie Sekunden später für die nächsten zwei Stunden entfalteten, nicht erklären.

Auch wenn Musikkritiker schnell einmal von einer “Sternstunde” schreiben, wenn der Tag lang und ihnen die Inspiration abhanden gekommen ist: Zu Fankhausers Darbietung in Montreux passt der Begriff perfekt. Da sass jeder Ton, passte jeder Akkord und stimmte jede Phrasiserung. Routiniert oder gar steril wirkte der Gig dennoch nie. Vielmehr gingen die Musiker, die sich zum Teil seit Jahrzehnten kennen, mit einer Spielfreude ans Werk, die nur an den Tag legen kann, wer mehr darf als muss, weiss, was er kann und spürt, was die Menschen neben, hinter und vor ihm wollen.

Mit der CD und der DVD “…plays Montreux Jazz Festival” wird das Ereignis nun auch für die vielen, vielen Bluesfreundinnen und -freunde erlebbar, die den Auftritt – mit dem sich Fankhauser laut seinen eigenen Worten “einen 30jährigen Traum” erfüllte – nicht vor Ort geniessen konnten.

Schon beim ersten Durchhören fällt auf, dass diese Konzert-Konserve – im Gegensatz zu vielen anderen Live-Dokumentationen – nicht klingt, als ob sie unter Wasser oder auf einer Presslufthammer-Ausstellung fabriziert worden wäre. “…plays Montreux” ist an Klarheit und Schärfe kaum zu überbieten. Jeder Akteur erhält den ihm gebührenden Raum; nichts ist in den Vordergrund gemischt, nichts wird hinter den Vorhang verdrängt.

Musikalisch bleiben auf dem von Fankhauser und dem kürzlich verstorbenen Festivalgründer Claude Nobs produzierten Werk ebensowenige Wünsche offen wie technisch. 16 Songs – darunter eines jener rar gewordenen Schlagzeugsoli, die tatsächlich fägen und nicht der Selbstbefriedigung des Drummers dienen – umfasst die Werkschau.

Einzelne Titel hervorzuheben, verbietet sich eigentlich von alleine. Sehr hühnerhautig sind “Roadhouses & Automobiles” oder “Please come on home”. Mehr auf die Tube gedrückt wird in “Blues ain’t nothing” oder in “Love man riding”. Für die Fans des Dreckig-Schrummeligen empfiehlt sich “Flyin High (Yesterday) als Anspieltipp. In “Down in the valley” beweist Fankhauser im Dialog mit dem Publikum seine Entertainer-Qualitäten (“Come on! This ist Montreux, not some Hinterfultigen!”)

Auf Überraschungen verzichtet der 49jährige Truber auf seinem 13. Album weitgehend. Die Referenz erwiesen wird Fankhausers Wegbegleitern Johnny Copeland, Robert Cray, Solomon Burke und anderen Genregrössen. Geboten wird das Programm der “Try my love”-Tour, was bedeutet, dass Perlen wie “Members only” oder “Lonely in this town” fehlen. In der Truhe voller anderer Schmuckstücke werden sie jedoch kaum vermisst.

Aber für jene, dies halt trotzdem immer wieder gerne hören – hier ist, ausser Konkurrenz, die Studio-Version von “Members only”: