Einmal und nie wieder

An alle, die an den Openairs landauf und -ab jetzt wieder stundenlang deutschen Hip-Hop, französischen Rap und Artverwandtes über sich ergehen lassen müssen, bis kurz vor Schluss vielleicht doch noch jemand richtige Musik macht: Das war das Lineup des “Out in the Green”-Festivals, das vom 5. bis am 7. Juli 1991 in Frauenfeld stieg:

Offiziell war ich als akkreditierter Reporter vor Ort. Tatsächlich erlaubte mir mein Badge aber vor allem, mich als Fan nach Lust und Laune in diesem musikalischen Schlaraffenland zu tummeln.

Als ich nach dem Simple Minds-Konzert in einem zigzehntausendköpfigen Menschenmeer weit nach Mitternacht völlig überraschend meinem Brüetsch und seinem besten Freund über den Weg lief, wusste ich definitiv: Auch wenn du 400 Jahre alt wirst – so etwas erlebst du nie wieder.

Der Mann mit den Zauberhänden

Etwas passte nicht zu seinem überaus netten Auftreten: der Herr vermied es vor und nach dem Interview am Rocksound-Festival in Huttwil 2006 tunlichst, mir die Hand zu geben. Für ihn als Keyboarder seien die Hände so wertvolle Werkzeuge, dass er auf keinen Fall riskieren wolle, sie kaputtzumachen, erfuhr ich später von einem seiner Begleiter.

Nun ist Manfred Mann ohne, dass jemand darum viel Aufhebens gemacht hätte, 70 geworden. Hoffentlich kann er seine Hände noch lange, lange gebrauchen:

Happy birthday, Quinn the Eskimo. Schick Davy bald on the road again!