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Schlagwort: SMS

Hitzige Grüsse

In der Annahme, dass wir in Burgdorf gerade gegen den Kältetot kämpfen, und um mich deswegen „chly zu föpple“, wie er später schrieb, schickte mir ein Freund dieser Tage einen „Gruss aus Down under…bei 39,5 Grad“.

Er staunte nicht schlecht, als ich ihn aus Down under zurückgrüsste…bei nur wenig kühleren 32 Grad.

Eine Woche später trafen wir uns in Sydney, Rafael Wild, seine Partnerin Judith, mein Schatz und ich:

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Echte Freude über die virtuellen Wünsche

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Irgendwie waren Geburtstage früher eine viel entspanntere Angelegenheit als heute. Damals sass man am Morgen daheim, wartete auf den Sattelschlepper mit den Geschenken, schaute dem Chauffeur beim Ausladen und Indiewohnunghochschleppen derselben zu und packte dann ein Päckli nach dem anderen aus. Gegen Mittag kamen die ersten Freundinnen und Freunde aus Fleisch und Blut vorbei, um zu gratulieren.

Den Rest des Tages verbrachte man damit, die liebevoll gestalteten Glückwunschkarten zu lesen, die nigelnagelneuen Sachen auszuprobieren und alles artig zu verdanken. Am Abend dann: Kollektives Lampenfüllen. Gegen Morgen: Spaghettikochen bei einem Kollegen (oder besser noch: einer Kollegin), die gerade sturmfrei hatte.

Seit der Erfindung des Internets sind diese Tempi passati. Heute verbringt der oder die Feiernde den grössten Teil des Geburtstages damit, die per SMS, Mail oder auf Facebook eingehenden Gratulationen zu lesen, zu analysieren („Wurde das extra nur für mich geschrieben, oder haben genau diesen Gruss schon zig andere Leute erhalten?“) und, falls die Botschaften ein Mindestmass an Persönlichkeit erfüllen, zu beantworten, oder darunter zumindest „gefällt mir“ zu klicken.

Ein Blick auf die Statistik zeigt: Die Menschen in meinem Umfeld habens – was für eine Überraschung! – mehr mit dem Schreiben als mit dem Telefonieren oder Besuchen.

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– Glückwünsche an der Facebook-Pinwand (Stand: 16.34 Uhr): 36

– Glückwünsche per Messenger: 4

– Glückwünsche per SMS: 9

– Glückwünsche per WhatsApp: 5

– Glückwünsche per Mail: 18

– Glückwünsche per Post: 2

– Glückwünsche per Telefon: 1 (wobei: angerufen habe ich.)

– Besuche: 0

Macht total: 75 Gratulationen.

Das ist nicht schlecht: Alles unter 70 wäre chli deprimierend und alles über 80 an der Grenze zur Heuchelei.

Geschenke gibts offensichtlich keine mehr oder wenn doch, dann erst am Abend. Jedenfalls warte ich nun seit elfeinhalb Stunden auf den Lastwagen, aber alles, was ich vor dem Fenster sehe, ist die leere Strasse vor unserem Haus (siehe Bild oben).

Was die Qualität der Wünsche betrifft, darf ich – auch mit Blick auf die mit 0815-„Alles Gute!“ und Allerwelts-„Happy Birthdays“ vollgestopften virtuellen Briefkästen von anderen Geburtstags“kindern“ – sagen: Potzpotz! Viele Gratulantinnen und Gratulanten liessen sich especially for me etwas einfallen, statt sich von der Website „Geburtstagswünsche für die Facebook-Pinwand“ inspieren zu lassen (doch, doch: diese Site gibts!). .

Auszüge:

– „Von mir für dich.“
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„Es ist wieder so weit – herzliche Gratulation zum Geburtstag und nur das Allerbeste im neuen Lebensjahr. Ich hab das Gefühl, das gibt für Dich ein gutes neues Lebensjahr!“

„Happy happy birthday alles gueti, xundheit, glück, Liebi, Sunneschy und immer öppe e feini Flasche Wy.“ (Anm. d. Blogwarts: „Wy“?!?)

„Alles nor erdenklech Gueti för en alte Schuelkamerad !!! Gnüss din Tag!“

„Happy Birthday mate. Enjoy your last year of being in your forties.“

„Ich wünsch dir ne tolle Portion Glück und drücke dir beide Daumen, damit du bald einen unglaublich tollen Job findest (oder ev. schreibst du ja in der Zwischenzeit einen Bestseller.“

„Lieber hannes, pack den letzten 40-er noch und dann rein in die 50er. alles gute zum geburtstag und liebe grüsse aus wien“

(A propos „Wien“: Gratulationen gabs auch aus dem sonstigen Ausland, zum Beispiel aus Paris – „HB mister H. With love from France“ – , Australien – „Happy birthday from Phil and Sheila and family. Hope you have a good day“ – oder dem oberen Emmental: „Ou d’Signouer schicke nach Burgdorf die beschte Wünsch u aus Guete. Enjoy.“)

Auf rund ein Dutzend Glückwünsche warte ich noch, aber es ist ja noch nicht allen Geburtstages Abend.

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Letzteren verbringe ich übrigens im Bären Münchenbuchsee, vor Hänis Sofa, auf dem die beste Schwägerin der Welt sitzt, und im Beisein von weiteren Menschen, die mir sehr nah am Herzen liegen.

Wenn ich, auf das nach wie vor sattelschlepperfreie Strässchen starrend, so darüber nachdenke, komme ich zum Schluss: Diese Stunden sind mehr wert als zig Gschänkli.

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Das swisscommt mir gerade recht

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Ich weiss nicht, wer sich bei der Swisscom um die „kundenspezifische Kommunikation“ (oder wie immer diese Geschäftssparte auch heissen mag) kümmert. Es muss sich um jemanden handeln, der über ein ausgeprägtes Gespür für bestehende oder möglicherweise noch auftauchende Bedürfnisse seiner Klientel verfügt. Oder zumindest weiss, wer wann wieso schon einmal die Hilfe des Unternehmens in Anspruch nehmen musste.

Was ich weiss ist: Er oder sie macht seinen oder ihren Job saugut. Mit dem Hinweis, den mir die Swisscom kurz nach meiner Landung in Las Palmas per SMS hat zukommen lassen, traf sie ins Schwarze – wenn auch ein bisschen zu spät.

Denn „Richtiges Verhalten bei einem Handy-Klau in Spanien“: Das ist ein Thema, das auch mich vor nicht allzulanger Zeit auf einmal brennend interessierte.

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Wünsche haben die jungen Leute

Irgendwie kann ich mir bildlich vorstellen, wie das lief gestern, als mein Göttibueb Marius  und sein Brütsch Oliver darüber werweissten, wie sie zu neuen CDs und einer DVD kommen könnten, ohne ihre Sackgeldbestände plündern zu müssen.

Die beiden waren sich wohl schnell einig, dass man sich mit einem solchen Anliegen am besten an Mutters älteren Bruder wendet: schliesslich hat der in seinem Compi mehr Musik gespeichert als alle anderen Leute auf der ganzen Welt zusammen.

Die Frage war nur: Wer fragt ihn?

Am Ende dürfte der Zehnjährige den Achtjährigen davon überzeugt haben, dass derlei Missionen naturgemäss in den Aufgabenbereich von kleinen Brüdern fallen. Also griff Oliver zum Handy seiner Mutter. um die Bestellung durchzugeben.

Aber ganz so einfach mochte ich es den jungen Herren nicht machen:

Jetzt, wo alles geklärt ist, prene ich das Gewünschte natürlich mit Freuden fom Compi.

Und wer weiss: Vielleicht denke ich, während die CDs heruntergeladen werden, noch kurz über die Finanzierung nach.

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