Wünsche haben die jungen Leute

Irgendwie kann ich mir bildlich vorstellen, wie das lief gestern, als mein Göttibueb Marius  und sein Brütsch Oliver darüber werweissten, wie sie zu neuen CDs und einer DVD kommen könnten, ohne ihre Sackgeldbestände plündern zu müssen.

Die beiden waren sich wohl schnell einig, dass man sich mit einem solchen Anliegen am besten an Mutters älteren Bruder wendet: schliesslich hat der in seinem Compi mehr Musik gespeichert als alle anderen Leute auf der ganzen Welt zusammen.

Die Frage war nur: Wer fragt ihn?

Am Ende dürfte der Zehnjährige den Achtjährigen davon überzeugt haben, dass derlei Missionen naturgemäss in den Aufgabenbereich von kleinen Brüdern fallen. Also griff Oliver zum Handy seiner Mutter. um die Bestellung durchzugeben.

Aber ganz so einfach mochte ich es den jungen Herren nicht machen:

Jetzt, wo alles geklärt ist, prene ich das Gewünschte natürlich mit Freuden fom Compi.

Und wer weiss: Vielleicht denke ich, während die CDs heruntergeladen werden, noch kurz über die Finanzierung nach.

Dilemmissima

Ich weiss nicht.

Einerseits hat mir Chantal, bevor sie über Ostern nach Rostock entschwand, eine Rolle “LoveHearts” geschenkt. Ich soll, sagte sie, jeden Tag eines der süssen Dinger schlucken und dabei fest an sie denken (als ob ich das nicht sowieso die ganze Zeit tun würde. Aber item).

Andrerseits: Ich habe jetzt fünf Kilo abgenommen. Wenn ich Chantals Wunsch nachkomme, bin ich in sehr absehbarer Zeit wieder so schwer als wie zuvor und riskiere, dass sie mich nach ihrer Rückkehr aus dem Hohen Nordosten nicht mehr erkennt.

Man sieht: Das Leben ist kein Zuckerschlecken.