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Immer schön cool bleiben

Immer schön cool bleiben

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Auch wenn die Kulisse noch so prächtig und die Aufführung noch so gelungen ist: Ich beneide niemanden, der (oder die) heute Abend in einem Freilichttheater mitspielt.

Ich schaue lieber aus der warmen Stube zu, wie die Zuschauer vom Schloss her zur ersten von acht Stationen und von dort die Treppe hinunter zum Schwimmbad spazieren. Weils in unserem Quartier so gut wie keinen Motorenlärm gibt und die Nachbarskinder schon alle im Bett sind, bekomme ich fast jedes Wort mit, das auf dieser ersten Etappe gesprochen wird.

Nach vier Wochenenden mit „Prinz Wiederkehr“ in der Nähe wäre ich beinahe im Stande, für einen der Hauptdarsteller einzuspringen, falls er zum Beispiel die Stäge hinunterschlittern sollte, oder wegen eingefrorener Stimmbänder nicht mehr sprechen könnte.

Den Beweis dafür antreten werde ich glücklicherweise kaum müssen: Morgen Abend ist die Spielzeit vorbei.

Bildschirmfoto 2013-11-22 um 19.39.32

G’day, tristesse

G’day, tristesse

Pfütze

Gopferteli, ist das gruusig: Seit dem Heiligen Abend – und damit genau seit unserer australischen Hochzeit (im Bild:

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Der Bräutigam kurz vor dem Yeswort

– regnet es in Sydney fast ununterbrochen. Damit einher ging ein Temperatursturz von epischen Ausmassen: Im Moment sitze ich bei lumpigen 18 Grad zähneklappernd auf dem Balkon. Die Tastatur meines Laptops ist von einer feinen Eisschicht überzogen. Hin und wieder klirrt es laut. Dann weiss ich: Schon wieder ist ein Vogel schockgefroren vom Himmel gefallen.

Wir fahren für zwei Tage nach Wollongong, wo Chantals Cousin und dessen Freundin leben.

Wollongong ist im Übrigen auch die Stadt, in der Jon Lord von Deep Purple am 13. März 2001 eines der hühnerhautigsten Intros zu „Perfect Strangers“ gelang – und für mich folglich ein fast magischer Ort.

Anschliessend kehren wir für die Silvesterfeier zurück nach Sydney. Dann gehts ab nach Melbourne, Tasmanien und auf Phillip Island.

Verflucht

Verflucht

Die Leserin hatte behauptet, es sei „inakzeptabel“, dass die Berner Busse und Trams im Winter nicht besser geheizt werden. Ich vertrat den Standpunkt, dass man Fahrten in diesen Verkehrsmitteln auch überlebe, wenn darin keine Zimmertemperaturen herrschen. Am Ende des Mailwechsels kündigte die Dame ihr BZ-Abo. „Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen, dass Sie sich demnächst in einem unbeheizten Zug oder Bus ‚überlebensgefährlich‘ erkälten“: Das war das Letzte, was ich von ihr las.

Eine Stunde später bestieg ich den Zug nach Burgdorf. Und – was soll ich sagen: