O-man, O-man!

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Inzwischen zählen wir die Minuten: Am Samstag fliegen mein Schatz und ich für zwei Wochen nach Oman.

Oman? Das ist für mich nach Australien das zweitschönste Land überhaupt. Auch wenn es inzwischen zehn Jahre her ist, dass ich dieses Sultanat am Persischen Golf im Rahmen einer Pressereise kennenlernen durfte, kann ich den Duft von unendlich vielen Gewürzen und Weihrauch immer noch jederzeit aus der Erinnerung abrufen und geniessen.

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Ich sehe sie immer noch vor mir, all die freundlichen Menschen, die Fremden stundenlang aus der wechselvollen Geschichte ihrer Heimat erzählen und ihnen voller Stolz ihre kulturellen und religiösen Schätze zeigen.

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Ich freue mich wie ein Kind auf halsbrecherische Fahrten über Berge aus Sand, Picknicks in Wadis und darauf, nachts in der Wüste, wenns rundherum mucksmäuschenstill und nur ab und zu das Schnauben eines Kamels zu hören ist, die Sterne so gross und klar zu sehen, als ob sie zwei Meter über mir an der Zimmerdecke prangen würden.

Zwei Wochen Oman: Das sind 14 Tage im Paradies. Ich kanns nicht erwarten, dieses Märchenland mit meiner Frau ein zweites Mal zu entdecken.

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Lagerkoller

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“Grüezi. Ich brauche Socken.”

“Gerne! Was für welche?”

“Schwarze, so kurze. Grösse 45 oder 46.”

“Die haben wir schon verräumt. Ich schaue kurz im Lager nach, obs noch hat.”

“Danke.”

“So. Hier habe ich noch ein Paar.”

“Die sehen aber ziemlich klein aus. Sind die wirklich 46?”

“Ou, nein. Sorry. Ich gehe nochmal ins Lager.”

“So. Die sollten passen. Sie sind ohne Rändli oben am Knöchel. Möchten Sie lieber mit?”

“Was ist der Unterschied?”

“Mit ist irgendwie bequemer, finde ich. Sie gehen dann auch nicht so schnell kaputt.”

“Gut, dann mit.”

“Gerne. Ich muss nur kurz ins Lager. Vielleicht haben wir noch…”

“…kein Problem. Danke.”

“So. Hier sind sie.”

“Aber die sehen jetzt wieder ein bisschen klein aus.”

“Stimmt. Demfall muss ich nochmal…”

“Machen Sie nur.”

“So, hier. 43 bis 46. Jetzt haben wir aber Glück gehabt! Darfs noch etwas sein?”

“Ich brauche drei oder vier Paar, nicht nur eines.”

“Aha. Gut. Dann gehe ich kurz ins Lager. Ich bin nicht sicher…”

“Ich habe Zeit.”

“Ich habe gerade gesehen: Wir haben noch an Lager. Wieviele wollen Sie, haben Sie gesagt?”

“Drei oder vier Paar. Oder fünf. Ist eigentlich egal.”

“So. Hier sind sie. Zweimal drei Paar, mit Rändli.”

“Super, merci.”

“Darfs sonst noch etwas…?”

“Danke, nein, das ist alles.”

Kafiwasser

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Frage am Rande: Gibt es sonst noch jemanden, der ungefähr jedes zehnte Mal, wenn er einen Nespresso trinken will, nach dem zweiten oder dritten Schluck merkt, dass er an Spülwasser nippt, weil er vergessen hat, eine Kapsel in die Maschine zu legen?

Ciao amico

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16. Juli 2014: Dieter Diego Eichenberger, einer meiner zwei engsten Freunde aus Kinder- und Teenagertagen, und ich sehen uns nach 32 Jahren wieder. Im Garten seines Hauses im Tessin versprechen wir uns, bis zum nächsten Treffen nicht noch einmal soviel Zeit verstreichen zu lassen.

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13. November 2014: Katja Eichenberger teilt den Freundinnen und Freunden ihres Mannes auf Facebook mit, dass Diego verstorben sei.

Schön ist – in den Abschiedsworten von vielen Menschen, die ihn auf seinem Weg begleiten durften, dominieren nicht Bestürzung und Trauer, sondern Dankbarkeit und Hoffnung:

“La tua mancanza ci addolora tanto, ma sono sicuro che adesso tu ti trovi in un posto migliore.”

“Mit Musik im Herzen denke ich an Dich lieber Diego.”

“I danke dir für die Zit wo i dich han dörfa kennalerna. Gueti Reis Diego.”

“Du wirst immer in meinen Gedanken sein. Viel haben wir zusammen erlebt und du warst ein guter Mensch.”

“Ma ricordo bene la tua gentilezza d’animo… buon viaggio Diego.”

“La conoscenza e la certezza di fede sono motivo di gioia quando una persona ci lascia, ma io comunque sento il peso di questo distacco ti mando un abbraccio amico mio e fratello di blues riposa in pace nello sconfinato.”

“Abbiamo lavorato insieme a Casa Moscia …era un bel tempo con te in cucina riccordo bene la tua salsa alle serate del spaghettibufett. Ciao Diego …. sei arrivato.”

“Te ne sei andato troppo presto. Mancherai alle nostre Jam e alle serate!!! Ora riposa in pace.”

“Una bella persona se ne va.”

“Ciao Diego … Sei tornato a Casa.”

“Resterà sempre il Diego che conosciamo.”

“E’ stato molto bello conoscerti!! Mi mancherai tanto!!!”

Diego seinerseits hat mir vor drei Wochen zum 49. Geburtstag geschrieben: “Noch ein Jahr – dann sind wir beide volljährig!”

Panzermanöver

Ich weiss nicht, woher sie es hat (von mir ganz bestimmt nicht!), aber wie auch immer: Ihr Bergsteiger-Gen führt Hera, die eine unserer beiden allerliebsten Jungschildkröten, nicht nur immer wieder in abenteurliche Situationen, sondern zuverlässig auch wieder daraus hinaus.