Zwischen Hype und Wirklichkeit

IMG_2332

Ganz so normal, wir ich mir das vor Kurzem noch gedacht habe, ist das mit den Waldbränden in Australien offensichtlich doch nicht: Seit ein paar Tagen hören und lesen wir auf unserer Reise immer wieder, dass um uns herum verheerende Feuersbrünste wüten.

Auch für Fernsehstationen, Zeitungen und Onlineportale im 20 000 Kilometer entfernten Europa sind die Brände ein Thema. Der Quote, der Auflage oder den Klickzahlen zuliebe zeigen manche Medien – wohl auch gestützt auf

australisches TV-Material

– ein Land, das demnächst in Schutt und Asche liegt.

Für die Verantwortlichen des halboffiziellen Informationsservices “Australien-Info.de” sind derlei Dramatisierungen nichts Neues: “Die spektakulären Bilder eines Buschbrandes in Australien erreichen garantiert auch das Fernsehpublikum im deutschsprachigen Raum. Feuersäulen, die Dutzende Meter hoch aufragen, sind Eye-Catcher”, heisst es auf der Site. Doch “meist fehlt innerhalb der Bildsequenz eines Nachrichtenblocks die Zeit für eine differenzierte Betrachtung, und so kann schon mal der Eindruck entstehen, ein ganzer Kontinent würde brennen.”

Nicht, um die (zweifellos bestehende) Gefahr zu verniedlichen, sondern primär, um Missverständnisse auszuräumen, haben die Portalbetreiber viele Zahlen und Fakten zum Thema “Buschbrände” zusammengetragen.

Wer die Angaben studiert, kommt zum Schluss: Die Lage ist vielerorts zwar sehr ernst, aber nicht überall so dramatisch, wie sie auf der nördlichen Hälfte des Globus dargestellt wird.

Wir haben auf unseren Fahrten durch die Bundesstaaten Queensland, New South Wales und – aktuell – Victoria Wälder gesehen, die nur noch aus verkohlten Bäumen und Sträuchern bestehen. In der Nähe unseres Motels in Ulladulla stieg eine Rauchsäule auf. Doch ein Feuer haben wir nirgendwo bemerkt.

Das Leben an den Orten, in denen wir Halt machen, geht seinen gewohnten Gang. Von Nervosität oder gar Panik ist bei den Einheimischen nichts zu spüren.

Selbstverständlich werden wir auch auf unserer Weiterreise jedes Risiko zu vermeiden versuchen. Ausflüge in den Busch haben wir keine vorgesehen. Wir bewegen uns möglichst der Küste entlang in Richtung Melbourne.

Ob wir den geplanten Trip nach Tasmanien tatsächlich realisieren, entscheiden wir heute Abend, wenn hoffentlich mehr gesicherte Angaben zur Situation vor Ort vorliegen. Im Moment ist alles sehr unübersichtlich. Was Medien-Hype ist und was Wirklichkeit, lässt sich kaum auseinanderhalten.

Fernando Federer

IMG_2331

Vorhin, im Lift:

“Great day, isn’t it?”

“Yeah. It’s wonderful!”

“Where are you from?”

“Switzerland.”

“Ah! Roger Federer!”

“Yeah. Everybody loves Roger.”

“And Abba!”

“Abba came from from Sweden.”

“See ya.”

“See ya.”

Momentaufnahmen

248437_4941371168868_630774695_n

Chantal

schläft. In der Zimmerecke liegt ihr Fotoapparat. Darin steckt ein Chip.

Theroetisch könne ich den jetzt herausnehmen und einfach einmal unverbindlich checken, was für Bilder sie in der letzten Zeit so geschossen hat.

Tief in meinem Inneren kämpft der Anstand gegen den Gwunder. Die Sache ist schnell entschieden.

Iiiii!

542204_4940942158143_2112778725_n

Oooooh!

47622_4941361488626_29234760_n

Aaaaah!

543915_4940925757733_783201736_n

284579_4940940478101_1779375838_n

299087_4941375808984_1642580176_n

298971_4940930477851_929764936_n

481355_4941377369023_542773611_n

553195_4941377009014_191104952_n

307693_4940930677856_1792813278_n

427585_4940939438075_1473811389_n

190597_4940944598204_1360422252_n

190632_4941374968963_740136119_n

Jöööö!

542953_4941360448600_1058629256_n

406709_4941362968663_1483731829_n

423227_4941373328922_287927543_n

Was haben wir noch?

603321_4940931437875_459663014_n

542872_4940945398224_1903773254_n

386724_4941373288921_1157678714_n

Momoll: Das hat sich gelohnt.