Was tut man nicht alles, um das Fernweh chli zu bekämpfen:
Aber gut: In ziemlich genau 10 Monaten und 7 Tagen oder in 44 Wochen und 4 Tagen oder in 312 Tagen oder in 7488 Stunden oder in 449 280 Minuten oder in 26 956 800 Sekunden sind wir ja wieder da.
“Der deutsche Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg musste (..) zurücktreten. Seine Abschiedsrede hatte etwas Selbstgerechtes.”: Das schrieb “Weltwoche”-Chefredaktor Roger Köppel unter dem Titel “Hildebrand und die Schweiz” über den inzwischen zurückgetretenen Präsidenten der Nationalbank.
Mit “selbstgerecht” meint Köppel wohl etwas in der Art:
Was es zur famosen Wältwuche, deren Vorstellung vom Beweislast-Prinzip und ihren Umgang mit den elementarsten journalistischen Grundregeln noch zu sagen gibt, fasst René Zeyer im “Journal21” zusammen. Erhellendes zum Thema “Der Fall Hildebrand und die Journalisten” steuert auch David Sieber, der Chefredaktor der “Südostschweiz”, bei.
Es gibt Anzeichen dafür, dass sich die “Weltwoche” für ihren Blattschuss auf einen Unschuldigen juristisch verantworten wird müssen. Das wäre insofern zu begrüssen, als dann zumindest ein Kapitel der Hildebrand-Geschichte nach den üblichen rechtsstaatlichen Prinzipien abgewickelt würde.
Ich habe wirklich nicht vor, hier alle zwei Tage ein Bild von meinem jüngsten Neffen zu veröffentlichen.
Aber wenn Chantals iPhone schon zufällig im Fotografiermodus läuft, wenn mein bald viermonatiger Verwandter seinen Onkel mit diesem sehr speziellen Robinlemmyblick anguckt, kann ich gar nicht anders, als den Rest der Menschheit meine Leserschaft an diesem kleinen Glückmoment teilhaben zu lassen.
Mehr oder weniger bekannte Zeitgenossen erklären Aisha vom Dönerladen und Ali in Zelle 112 zigmal pro Tag, dass sie in ihrer Wahlheimat erst dann so richtig den Plausch haben, wenn sie sich mit den Eingeborenen in deren Sprache verständigen können.
Was RTL bei der Planung seiner Integrations-Offensive möglicherweise nicht bedacht hat: Wer die Botschaft des Filmchens kapiert, kann bereits Deutsch.
Die eigentliche Zielgruppe wird die Werbepause dazu nutzen, die Nüsslischale aufzufüllen, neuen Tee aufzusetzen oder für die Verwandtschaft Hartz IV-Anträge auszufüllen.