Annäherung im Morgengrauen

Am Anfang, vor ein paar Wochen, war er nur ein Schatten. Jeden Morgen um kurz nach 5 sah ich ihn über den Burdorfer Kronenplatz huschen.

Als ich ihn zum ersten Mal erblickte, fragte ich mich, was er um diese Zeit an diesem Ort wohl zu suchen haben könnte. Doch als ich später, als ich einmal etwas früher dran war, bemerkte, dass er mit einem Auto in die Oberstadt hochgefahren war, verflog meine Skepsis. Wäre er ein Drogendealer oder ein Einbrecher auf Erkundungstour, würde er wohl mehr Wert auf seine Tarnung legen, dachte ich.

Nach einer Weile hatte ich mich an den Anblick des Mannes gewöhnt. Er stammt wohl aus einem afrikanischen Land, ist vermutlich noch keine 30 Jahre jung und verdient sein Geld offensichtlich damit, ein Geschäft am Kronenplatz tagtäglich mit allerlei Ware zu beliefern.

Kommunikationstechnisch ist zwischen uns erst wenig gelaufen: Obwohl wir zu dieser Stunde jeweils die einzigen Menschen weit und breit sind, haben wir noch kein Wort miteinander gewechselt.

Aber wir sind auf guten Wegen: Heute Morgen machte ich aus einer guten Laune heraus das Victory-Zeichen, als ich ihn erblickte. Er grüsste mit erhobenem Zeige- und Mittelfinger zurück und grinste.

Wer weiss: Vielleicht wünschen wir uns Mitte nächsten oder übernächsten Jahres schon gegenseitig einen schönen Tag.

Ein wenig Eigenwerbung

Sooli: Die Szenerie Burgdorf hat die Probearbeiten für “Die Franzosenkrankheit” in Angriff genommen. Mitte Mai nächsten Jahres wird das von Hans Herrmann verfasste Stück im Burgdorfer Siechenhaus uraufgeführt.

Auf der Site www.szenerie.ch informiert der Verein immer mal wieder über den Stand der Vorbereitungsdinge, die Figuren, Pleiten und Pannen bei den Proben, das Leben im Verein, Ticket-Vorbestellmöglichkeiten (später) und vieles mehr.

Wer sich dem Verein anschliessen möchte, meldet sich am besten bei unserer Mitgliederbetreuerin Patricia Herrmann (pat.herrmann@szenerie.ch) oder bei mir.

Auch virtuell sind Neumitglieder herzlich willkommen; wir sind auf Facebook aktiv.

Wir basteln uns eine Wolke

Seit ein paar Tagen versuche ich, die weltberühmte iCloud auf meinem Compi zu installieren.

Laut Apple ist das eine tubelisichere Sache. Nur: Jetzt, wo der Chef weg ist, können die Apple-Leute natürlich viel erzählen.

Ich jedenfalls chnorze mit wachsender Verzweiflung an dieser Wolke herum. Aber ich bin mit meinem Problem offensichtlich nicht alleine:

Nachtrag: Ich kapituliere. Die letzten 46 Jahre habe ich ja auch wolkenlos überstanden.