Fisch, mal chli anders

Gestern Abend hatten wir – wieder einmal und wie erfreulicherweise immer – ausgesprochen netten Besuch in Burgdorf. Die kulinarische Herausforderung für Chantal und mich bestand diesmal darin, etwas Vegetarisches zu kochen, das auch Fleischfressern schmeckt.

Wir entschieden uns für eine Fisch-Lasagne. Hier ist das Rezept:

Man benötigt für vier Personen

– 12 Lasagneplatten
– 4 Pangasius-Filets
– 200 Gramm Fenchel
– zwei, drei Spritzer Tomatenmark
– 600 Gramm gehackte und geschälte Tomaten
– drei Esslöffel Mehl
– knapp einen Liter Milch
– 1 Zwiebel
– 2 Esslöffel Butter
– Reibkäse
– chli Öl sowie
– Salz und Pfeffer

Als Erstes häckselten wir den Fenchel und die Zwiebel und dünsteten beides miteinander in einer Brapfanne an. Dann gaben wir das Tomatenmark und die passierten Tomaten dazu, würzten das Ganze mit Salz und Pfeffer und liessen es ein paar Minuten köcheln. In dieser Zeit liessen wir die in einem Pfännli Butter schmelzen. Dann gaben wir die Butter und das Mehl in die Sauce und merkten, dass diese dadurch sofort klumpig wurde. Don’t worry – das muss so sein. Und ändert sich auch gleich wieder, wenn man unmittelbar danach die Milch hineinschüttet. Nachwürzen nicht vergessen!

Wenn die Sauce fertig ist, schichtet man die Lasagneplatten und den Fisch und die Sauce mehrfach aufeinander. Zuletzt bestreut man das Gebilde mit Käse und lässt es ungefähr 45 Minuten lang im 200 Grad heissen Ofen liegen.

Als Vorspeise servierten wir ein Lauch-Zwiebel-Rüebli-Knoblauch-Süppchen mit Shrimps drin und Croutons drauf; zum Dessert gabs Chantals ei- und alkoholfreies Weltklassetiramisu. Das Rezept für Letzteres rücken wir nur auf devotes Bitten und unter der Bedinung heraus, dass wir unsererseits zum Essen eingeladen werden.

E Guete!

Emmentaller Schwermetaller zünden grossen Knaller

Jetzt wirds im Winter doch noch heiss: die neue Shakra-CD ist da.

Besser denn je” würden die hardrockenden Truerberbuebe nach dem Ausstieg ihres Sängers Mark Fox klingen, lobt meine Kollegin Miriam Lenz in der Berner Zeitung.

Nach einem ersten Durchhören kann ich mich ihrem Urteil nur anschliessen: Die Emmentaller Schwermetaller dürften mit ihrem neuen Frontmann John Prakesh und ihrem achten Album “Back on track” im Rucksack bald vom Schweizer Rockgipfel aus ins Stromgitarren-Mittelland hinunterblicken.

Mit “When I see you” wurde – den Radiostationen zuliebe – als Erstes die Ballade als Single veröffentlicht. Der Rest der Scheibe täscht und chlöpft und fägt, dass den Kühen die Milch im Euter zu Butter gerinnt.

Nachtrag 9. März: Und da sind sie auch schon; bald oben:

Ein Zeichen

Sie verheissen selten Gutes, diese gelb-weissen Zettel, die einem die Post manchmal hinterlegt. Meist wird man damit gebeten, am Schalter etwas abzuholen, das man gar nicht unbedingt haben will.

Bei dieser Notiz war das aber etwas gaaaanz anderes:

Home alone

Seltsam: Seit dem 24. Dezember letzten Jahres machen mir manche Beschäftigungen alleine immer weniger Spass. Zum Beispiel

zu kochen,

zu spazieren,

abzuwaschen,

aus dem Fenster auf die nächtlich beleuchtete Stadt hinunter zu gucken,

auf dem Bahnhofperron zu stehen und auf den Zug zu warten,

Ferienpläne zu schmieden,

das TV-Programm zu studieren,

nach Hause zu kommen,

auf dem Sofa zu sitzen und zu lesen,

Kaffee zu trinken bei Chrigu-Beck oder sonstwo,

chli in der Wohnung herumzuräumen,

Sex,

irgendwelche Dinge zu organisieren,

krank zu sein,

einzukaufen,

einzuschlafen,

zu schlafen,

oder zu erwachen.