Drei Stunden, nachdem wir am Montagabend 
in Australien gelandet
waren, begann es in Sydney zu regnen.
Regen? Mitten im Hochsommer? Das mag die zwei Millionen Einwohner von Sydney erstaunen. Doch wer mich kennt, weiss: Es ist alles, wies sein muss: Wenn ich frei habe, schiffts. Wenn ich meine Ferien in der Sahara vebringe, siehts dort eine Woche später aus wie am Amazonas.
Ansonsten gibts aus Down under und der Reise dahin noch nicht soooo viel zu berichten. Der Hinflug verlief völlig unspektakulär, nachdem er mit zwei Stunden Verspätung zu verlaufen begann. Der Airbus, der uns von Zürich nach Singapur bringen sollte, hatte „technische Probleme“, wie das freundliche Fräulein im Flughafenlautsprecher sagte, und musste erst geflickt werden. In Singapur verpassten wir den geplanten Anschlussflug. Dafür sahen wir den

schönsten Christbaum der Welt
und
jede Menge Schmetterlinge.
Wir bekamen Plätze in einem anderen Airbus, der wegen – erraten – technischer Probleme ebenfalls ausserflugplanmässig in die Luft ging.
Der Pilot liess die Passagiere kurz vor dem Start wissen, dass offenbar mit einem Navigationssystem etwas nicht stimme. Das spiele jedoch keine Rolle; schliesslich habe ein Airbus drei solcher Systeme. Also flogen wir sieben Stunden lang von zwei statt drei Computern gelenkt übers Meer. Aber gut: In diesem Gebiet kann auch ein Navi vom Flohmarkt wenig anderes anzeigen als Australien.
In Sydney angekommen, wurden wir sehr herzlich von Chantals Tante Sylvie, ihrer Cousine Naughty Cat, ihrer Coucousine Niqui und Niquis Kollegin empfangen. Chantal und ich bezogen kurz unser Zimmer für eine Nacht in einem dieser heimeligen Flughafenhotels und hauten es dann mit den Eingeborenen in ein hippes Innenstadtviertel, in dem es fast ein bisschen aussieht wie in der Burgdorfer Oberstadt, nur völlig anders, und gönnten uns 
eine halbe Schiffsladung Meerviecher.
Jetlagbedingt sassen wir heute schon um 6 Uhr beim Zmorge. Jetzt höcklen wir im Zimmer, gucken Sydney beim Nasswerden zu und warten auf Chantals Verwandte. Die Frau am Empfang und ein Chauffeur des Hotelbusses und sonst noch jemand sagten, laut dem Wetterbericht regne es wohl die ganze Woche. Alle versicherten, bis gestern Mittag sei es in Sydney wochenlang sonnig und heiss gewesen.
Irgendjemand wird den australischen Wetterfröschen schonend beibringen müssen, dass ich noch bis Anfang Januar im Land bin.













