Interviews mit Politikern lese ich privat grundsätzlich nicht. Deshalb habe ich erst jetzt entdeckt, dass die „Zeit“ neulich ein Gespräch mit einem Politiker publiziert hat, das zur Pflichtlektüre nicht nur für Medienschaffende, sondern auch und vor allem für Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern werden sollte.
Der im nächsten Mai aus dem Amt scheidende Zürcher Regierungsrat sagt in dem Interview, die Schweizer Politiker nähmen sich wahnsinnig wichtig, würden nicht so viel denken und kompensierten ihre Bedeutungslosigkeit mit Medienauftritten.
Dass all meine Vorurteile gegen Politiker ausgerechnet von einem Politiker rundum bestätigt würden: das hätte ich nicht gedacht. Umso mehr freut es mich jetzt, bestätigt erhalten zu haben, was ich seit einem Vierteljahrhundert weiss: der ganze Wahl- und Abstimmungsplunder, der einem mit bemühender Regelmässigkeit den Briefkasten verstopft, kann man unbesehen zum Altpapier legen.
Das komplette Interview ist hier nachzulesen.










