Einszweidrei und ab die Post

Was einem beim Betreten des Kulturclubs Maison Pierre in Burgdorf als Erstes auffällt: in dem Haus an der Scheunenstrasse müffelts ein wenig; als als ob in irgendeinem Hinterzimmer ein feuchter Teppich vor sich hingammeln würde.

Aber dann: betreten am Samstag um kurz nach 21 Uhr die Halunke die bemerkenswert kleine Bühne in diesem liebenswert eingerichteten Lokal – und lassen jeden Gedanken an Mief sofort verfliegen. Vom ersten Ton an macht der flotte Vierer um Christian Häni klar: Wir sind schon auch, aber nicht nur zum Spass hier. Uns ist es ziemlich ernst mit dem Vorhaben, frische Luft durch die verzüriwestete und -patentochsnerte Schweizer Mundartszene zu pusten. Womöglich wars nicht nur Zufall, dass vor dem Auftritt der Halunke Musik von genau diesen beiden Bands als Hintergrundmusik lief.

Nachdem Züri Ochsner verklungen waren, präsentierten die Halunke den 100 verblüfft-erfreut mitwippenden Gwundernasen zwei Stunden lang, was sie auf ihren Beutezügen in den Gefilden des Rap, Rock und Hip-Hop in den letzten Monaten zusammengetragen und auf CD gepresst haben. Nur zweimal nehmen Häni (Gesang, Gitarren und Geräusche aller Art), Simon Rupp (Gitarren), Oliver Müller (Bass) und Christoph Berger (Schlagzeug) ihre Füsse vom Gaspedal: als sie sich mit dem „Värslischmid“ und „Kasseschlange“  vor Hänis grossem Vorbild Mani Matter verneigen. Ansonsten gilt: Einszweidrei und ab die Post.

Christoph Berger sagt nach dem erst zweiten „richtigen“ Halunke-Konzert, er sehe „da und dort noch Verbesserungspotenzial“. Das sei aber insofern kein Wunder, als die Band 8 der 19 Songs, die sie soeben vorgetragen hatten, nur zweimal habe einüben können. Für mehr habe wegen der vielen Promo-Termine im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der „Souerei“ die Zeit gefehlt.

Würde man jetzt, nach dem Gig, während die Bandmitglieder noch das eine und andere Autogramm auf Plattenhüllen kritzeln und sich bei einem Bier mit ihren Gästen unterhalten, eine Publikumsumfrage machen, würde der Begriff „Verbesserungspotenzial“ kaum fallen. Wohl aber mindestens eines der Worte „spitze“, „toll“, „originell“, „professionell“, „witzig“, „liebenswürdig“, oder – das ganz bestimmt -: „sackstark“.

Don’t worry

Als ich vorhin bei Google Bild meinen Namen eintippte, erschien dieses Foto:

Ich habe es weder geschossen noch sonst einen Bezug dazu. Aber ich weiss jetzt: Es gibt keinen Grund, sich vor Google zu fürchten.

Was der Göttibueb wirklich will

Da zerbricht man sich nächtelang den Kopf, bittet verzweifelt die Weltöffentlichkeit um Vorschläge…

…und dann ruft der beste Göttbueb der Welt einfach an und sagt, er habe den Wunschzettel für seinen elften Geburi jetzt beisammen.

Sie besteht, wie schon in den Vorjahren und folglich nicht ganz überraschend, primär aus Produkten eines dänischen Spielzeugherstellers. Konkret geht es um

– einen Lego-Knickgelenk-Laster oder/und
– einen Lego-Container-Truck oder/und
– einen Lego-Frontlader oder/und
– einen Lego-Truck („mit Powerschwenkkran“) oder/und
– einen motorisierten Lego-Raupen-Bagger.

Ein Buch ist ebenfalls auf der Liste. Aber das wird vermutlich nur erwähnt, damit der Götti nicht auf die Idee kommt, dass der junge Mann einfach nur Lego haben möchte; am liebsten einen ganzen, echten Knickgelenk-Laster voll.