Grosse Verschwörung

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(Bilder: Schatz)

Der Plan war, für Chantal in “unserem” Garten einfach so, ohne besonderen Anlass, ein Fest auszurichten, mit vielen Menschen, die meinen Schatz gerne haben.

Es sollte eine Überraschung werden. Im Idealfall käme Chantal gegen Abend nach Hause, und wenn sie aus dem Auto steigen würde, wäre das Wiesli neben dem Haus voller Leute, die essen und trinken und miteinander den Plausch haben, und meine Frau hätte keine Ahnung, wie diese Leute hierhergekommen sind und was sie hier machen und überhaupt.

Die Einladungen verschickte ich vor ungefähr zwei Monaten. Damit waren zwei Dutzend Familienmitglieder, Freundinnen und Freunde wochenlang zum Schweigen verdonnert, auch wenn sie zum Teil fast jeden Tag mit Chantal zu tun haben. Mir selber fiel das auch nicht ganz leicht; besonders dann nicht, als Chantal mir ab Ende Juli immer mal wieder vorschlug, wir könnten im Garten doch wieder einmal eine Party für unsere Freunde steigen lassen.

Aber: Es klappte. Als Chantal am späten Samstagnachmittag heimkehrte – zuvor war sie von ihrem Frauenclübli raffiniert davon abgehalten worden, auch nur in die Nähe unseres Quartiers zu kommen – war die Feier für sie schon in vollem Gange.

Es wurde, wie erhofft, ein wunderschöner Abend.

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Ein irsinnig schöner Abend

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Grosses Kino im kleinen Kreis: Mrs Jamieson’s Favourites aus Lyss begeisterten am Rocknrolldies-Abend im Theater Z in Burgdorf  mit irischen, schottischen und bretonischen Klängen.

Dazu servierte die musikalisch sehr vielseitig versierte Band Guinessbier, Cider, Whiskey und Käse. Obwohl – oder gerade weil – sich nur überraschend wenige Interessierte in dem frisch herausgeputzten Lokal an der Hohengasse einfanden, wurde es ein für alle Beteiligten überaus gemütlicher Abend.

Nach der Pause sassen sich die Gäste mit den Musikerinnen und Musikern quasi an einem Tisch. Eine so familiär-freundschaftlich-heimelige Stimmung ist an Konzerten nur selten zu geniessen.

Klar ist hier noch frei!

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(Bild-Copyright: Lee Sklar, ab Facebook)

Ich stelle mir gerade vor, wie das wäre: Man sitzt in einem Konzert, neben einem sind noch ein paar Stühle frei, aber kurz, bevors losgeht, hört man am Ende der Reihe Leute, die “Sorry…”, “Sorry!”, “Äh…”, “Excuse me, please” und “Are these places still available?” murmeln, und die Stimmen kommen immer näher, und dann sind die Leute da, und man will schon aufstehen, um sie durchzulassen, aber dann bleiben sie da und gucken auf einen herunter, und dann merkt man, dass die Frage, ob hier noch frei sei, an einen selber gerichtet war, und gedankenverloren sagt man “Yes”, und dann machen es sich die neuen Nachbarn so gemütlich, wies auf solchen Sitzen halt geht, und als als man sie kurz, bevor das Licht in der Halle aus- und das auf der Bühne angeht, noch genauer anschaut, stellt man fest, dass neben einem die Mitglieder von Toto sitzen und bekommt vor lauter Freude einen Herzinfarkt und liegt Sekunden später tot im Saal, aber das Letzte, was man auf dieser Erde gesehen hat, war die beste Band der Welt, und das wäre, finde ich, kein schlechter Abgang.