Neue Gespielinnen für Zeus

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Woran sie gestorben ist, wissen wir nicht. Eines unschönen Tages vor ein paar Wochen lag Hera, das eine unserer zwei griechischen Landschildchröttli, regungslos und schon ein bisschen seltsam riechend in ihrem Chischtli. Alle Wiederbelebungsversuche waren umsonst. Wir haben die Kleine an einem geheimen Ort begraben und ihr ein Löwenzahnblatt mit auf den letzten Weg gegeben.

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(Bild: Schatz)

Zeus, ihr Partner, war daraufhin ganz alleine – aber jetzt hat er wieder Gesellschaft: Gestern Abend zogen Hora und Leda bei ihm ein. Das Trio versteht sich schon glänzend.

Die beiden Neuzuzügerinnen in “unserem” Gärtli stammen, wie Zeus, aus dem Stall von Andrea Lüthi. Sie sind ein Jahr älter und ein paar Gramm schwerer als er, klopfen ebenfalls gerne einen Differenzler und mögen Filme, in denen Panzer vorkommen.

Notlösung

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Nach langem Suchen kamen die Brätlifreunde zum Schluss: Es gab am Emme-Ufer in Burgdorf wirklich weit und breit keinen Kübel, in dem sie ihren Ghüder hätten entsorgen können.

Schneckenpost

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Seit ich heute Morgen an unserem Briefkasten war, weiss ich, wieso es mit der Postzustellung in diesen tüppigheissen Sommertagen manchmal chli länger dauert als sonst.

Kleiner Irrtum

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Erst dachte ich, im Wald an der Emme habe jemand einen Zivilschützer lebendig begraben wollen und vor lauter Aufregung vergessen, auch dessen Helm zu verbuddeln.

Beim genaueren Hinsehen stellte sich dann heraus: Es handelte sich nur um einen kleinen Grill, der von wem auch immer warum auch immer am Wegesrand liegengelassen worden war.

Die Rückkehr des Vertrauten

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Es ist schon seltsam: Jahrhundertelang machten sich die Menschen von Hand Notizen, wenn sie sich etwas merken wollten. Dann kamen die Smartphones mit ihren “To do”-Apps und eingebauten Diktiergeräten und allem, und wer noch ein Notizbuch mit sich führte, galt von heute auf morgen als hoffnungslos out of stile.

Aaaaber: Seit Kurzem gibt es Handyhüllen, die exakt wie ein Notizbuch gestaltet sind. Sie verkaufen sich – wie einst die berühmten warmen Weggli – fast wie von alleine.

Dasselbe Phänomen lässt sich in der Unterhaltungsbranche bestaunen: iTunes, der grösste Marktplatz für digitale Musik, bietet Alben in Langspielplattenqualität an, und wer glaubt, dass “die Leute” nur noch “World of Warcraft”, “Grand Theft Auto” und Artverwandtes spielen, irrt.

Längst können auch Super Mario, Pacman und unzählige weitere harmlose Zeitvernichter aus den 80er Jahren heruntergeladen werden. Schach, Schiffliversenken, Halma, Scrabble, Pingpong, Darts oder Billard: es ist alles da; oft sogar gratis und in einer Qualität, die jener der Originale verblüffend nahe kommt. Sogar der gute, alte Flipperkasten lässt sich mühe- und kostenlos aufs Tablet installieren.

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Foto-Apps liefern Bilder, die auch von einer antiken Hasselblad oder einer jener Ritschratsch-Sofortkameras stammen könnten, die in der Vor-Selfiestick-Aera – also: weit zurück im letzten Jahrhundert – in jedem Hosensack steckten.

Es scheint, als ob sich die Gesellschaft je heftiger an Liebgewonnenes und Bewährtes klammert, desto elektronischer die Welt um sie herum wird.

Das ist, irgendwie, nicht nur für Nostalgiker ein schöner Gedanke.