Dank zum Voraus

10410872_10204908915707152_6657076982085952286_n

Hopperla: Für die Schweizer Illustrierte zählt Verena Zürcher, die Gründerin und Chefin des Langnauer “Landverlags” und Erfinderin und Herausgeberin der “Lebenslust Emmental”, zu den 100 wichtigsten Bernerinnen.

Falls ich mal weltberühmt werden sollte, werde ich bei jeder Autogrammstunde, an jeder Lesung und bei jeder Preisverleihung zuallererst sagen: “Ohne sie hätte ich das nie geschafft. Sie hat meine drei Mordsgeschichten aus dem Emmental sozusagen fast unbesehen gedruckt. Diese Frau, Ladies and Gentlemen, weiss also nicht nur, was gut ist. Sie ist auch bereit, gewisse Risiken zu tragen und hoffnungsfrohen Jungautoren eine Chance zu geben. Die Chance nämlich, einfach draufloszuschreiben, ohne zu wissen, was undsoweiterundsofort, und deshalb, meine sehr geehrten Fans/Leserinnen und Leser/Jurymitglieder, stehe ich jetzt hier, vor Ihnen, für diese Autogrammstunde/Lesung/Preisverleihung, statt immer noch unter verrosteten Autos liegen und Abgaswartungen machen zu müssen.”

Neue Persbbektive

Ich stand auf dem Perron 4 im Bahnhof von Olten und wartete auf den Zug nach Aarau, und da fuhr er auch schon ein, der Zug, und nachdem er zum Stillstand gekommen war, ging vorne, bei der Lokomotive, die Türe auf und herunter kletterte ein Mann, den ich vor einem Vierteljahrhundert zum letzten Mal gesehen hatte, und weils noch ein paar Minuten dauerte bis zur Abfahrt, plauderten wir ein bisschen miteinander, der Mann und ich, und während wir so über die guten, alten Zeiten redeten, bummelten wir nach vorne, ans andere Ende des Zuges, und als wir dort angekommen waren, fragte mich der Mann, ob ich auch nach Aarau wolle, worauf ich ja sagte, worauf der Mann kurz überlegte und dann meinte, dann soll ich doch einfach bei ihm einsteigen, im Führerstand; das sei zwar nicht unbedingt erlaubt, aber was solls, und so hatte ich aus stark bewölktem Himmel die einmalige Gelegenheit, in einer Loki zu fahren, und ich muss sagen: Das war eine sehr, sehr eindrückliche Sache!

Hereinspaziert!

Zum Europäischen Tag des Denkmals haben die Burgdorfer Baudirektion, das Stadtmarketing, der Denkmalschutz sowie der Altstadtleist und Altstadt plus sich – with a little Unterstützung von einigen Liegenschaftsbesitzern – etwas ganz Besonderes ausgedacht: In 30 historischen Gebäuden stehen die Türen am nächsten Sonntag dem interessierten Publikum offen. Eines dieser Häuser ist auch jenes, in dem mein Schatz und ich nun schon seit einem geraumen Weilchen glücklich und zufrieden und im Einklang mit den Vermietern, Nachbarn und Schafen nebenan leben.

Wir freuen uns über jeden Besuch, sind gerne bereit, auch die hintersten Winkel unserer Wohnung vorzuführen…und verbringen den Rest dieser Woche nun damit, aufzuräumen und zu putzen.

Besichtigungstermine: 10.30 bis 12 und 13.30 bis 15 Uhr.

Gruss aus der Küche

Foto

Kochen macht Spass, ganz besonders für die Frauenrunde, die sich heute chez Chantal zu ihrer allwöchentlichen Philosophierrunde trifft. Es gibt ein Szegediner Gulasch mit Sauerkraut drin, aber ohne Kartoffeln (hier ist das Rezept, aber ich machs immer chli anders), und statt noch lange mit Esswaren herumzuspielen, werfe ich jetzt lieber den Herd an.

Neulich, beim Film

Bildschirmfoto 2014-08-04 um 05.38.15

Man geht mit so Sachen ja nicht gerne hausieren, aber ehrlich gesagt, wars mit unseren Film-Engagements nicht mehr übertrieben weit her, seit Brad Pitt und Angelina Jolie uns die Hauptrollen in “Mr and Mrs Smith” in letzter Sekunde vor der Nase weggeschnappt hatten (vielleicht erinnert sich ja noch jemand…

…und wenn nicht, dann halt nicht),

und deshalb waren wir nicht unglücklich darüber, als wir vor ein paar Wochen beinahe zufällig über eine Art Inserat (siehe Bild ganz oben) stolperten, mit dem eine gewisse Anja Häni Akteure und Actricen für ein Video suchte, das ihr Mann Christian behufs Promotion der nigelnagelneuen Halunke-CD zu drehen gedachte.

Kurzentschlossen sagten wir nach einigen durchdiskutierten Tagen und Nächten zu, und ehe wirs uns versahen, standen wir auch schon mitten in der Burgdorfer Oberstadt (ich) und am Fuss des Schlosses (mein Schatz) vor der Kamera, mit A4-Blättern in der Hand, auf denen Fragmente des Songs “Nidohnidi” (für die Abonnentinnen und Abonnenten im australischen Sprachraum: “Notwithoutyou”) notiert waren.

Die Dreharbeiten verliefen, wie Dreharbeiten, bei denens chli pressiert, weil am selben Tag noch 50 andere Leute an 50 anderen Orten in der ganzen Deutschschweiz auf, äh, Zelluloid gebannt werden müssen, halt immer verlaufen: Ziemlich zähflüssig.

Ein ums andere Mal mussten wir unsere Szenen wiederholen, weil entweder entfesselte Fans im dümmstem Moment dazwischenkreischten oder ein Polizist zu wissen begehrte, was wir da treiben oder weil der Blitz nicht abging oder weil jemand niesen musste oder weil ein Beizer mit dem Küchenmesser in der Hand um ein Autogramm bat (vom Ehepaar Häni, nicht von uns, aber das war uns ganz recht; wir mussten uns schliesslich auf unsere Einsätze konzentrieren) oder weil bei einem der beiden Darstellenden auf einmal der Hosenschlitz offen war oder weil Kuno Lauener die Papiere mit dem Text klauen wollte und so weiter, und so fortissimo.

Nach einer halben Stunde – eine Wanderung zum Drehort unter der Burg inbegriffen – waren die Aufnahmen aber endlich im Kasten, und in der Woche darauf konnten Anja und Christian Häni das Video ins Internet stellen. Nun rast es hoffentlich von iPhone zu Laptop rund um den Planeten und trägt dazu bei, dass “Grammophon” Pink Floyds “The dark side of the moon” endlich, endlich vom Spitzenplatz der am längsten in der Hitparade präsenten Platten kegelt.

Unser (nein: “Unser”) Film geht so

und ist, wenn man das als Co-Hauptdarsteller überhaupt sagen darf, eine schampar gefreute Sache geworden.

Übrigens: Die CD kann hier im Schnelldurchlauf probegehört werden.