Grossaufmarsch: Ganz Burgdorf war gestern bis spät in die Nacht hinein auf den Beinen, um zwischen zig Marktständen und Beizchen und vor verschiedenen Konzertbühnen die 62. Kornhausmesse zu feiern.
Australien ist nicht beeindruckt
Da will man der Cousine im fernen Australien die hiesige Kultur chli näherbringen und schreibt ihr via Facebook, wie das war, vor einem Jahr, als weit über 250 000 Menschen nach Burgdorf pilgerten, um das “Eidgenössische” live mitzuerleben, und was notiert sie dazu, waseliwas?

(Für Nicht-Australier: Das Jelly Wrestling ist mit dem Schwingen weit aussen verwandt. Mehr zum Thema gibts hier.)
Das Buffet ist eröffnet
Artig stehen sie an, um Salate auf ihre Teller zu laden: Mitglieder der Szenerie Burgdorf am “Schiffmann”-Abschlussabend.
Geschenkte Zeit
Wir waren im «Dählhölzli» und warteten nach dem Tierligucken aufs Mittagessen, mein Neffe, sein Papi, seine Tante und ich, und irgendwann wurde es dem Kleinen chli langweilig, und deshalb bummelte er mir einfach hinterher, als ich vom Tisch weg an die Aare ging, um vor dem Salat noch eine Zigi zu rauchen, und als wir zwei Männer dann so nebeneinander am Geländer standen und auf den Fluss blickten, sagte er auf einmal, er habe neulich gesehen, wie ein “Siff abeggange” sei, und als ich ihn fragte, wo denn, lachte er mich mit einem Neffenlachen an und sagte, “ufem See!”, und dann wiederholte er, doch, wirklich: da sei ein “Siff” versunken, vor seinen Augen, und so ernsthaft und doch verschmitzt, wie er mich dabei musterte, musste ich ihm die Geschichte einfach glauben, auch wenn ich wusste, dass sie nicht stimmte, und ich hätte meinem Neffen noch stundenlang zugehört und ihm bereitwillig den grössten Chabis der Welt abgekauft, weil selbst der noch glaubwürdiger und interessanter wäre als manche andere Story, die mir in den letzten Tagen zu Augen und Ohren gekommen ist, und ich wusste: Diese Zeit hier, die er und ich gerade miteinander verbringen, ist unendlich viel wertvoller als jede Minute auf Facebook, jede Stunde vor dem Fernseher und jeder Tag im Büro.
Kunst-Stücke am Laufmeter
Alle Jahr wieder, immer Mitte August, treffen sich Künstlerinnen und Künstler aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland in Zofingen, um ihre Werke den durch die schmucke Altstadt flanierenden Passantinnen und Passanten zu zeigen oder, noch besser, zu verkaufen.
An rund 150 Ständen gabs auch bei der 17. Auflage des Kunstmarktes Gezeichnetes und Gemaltes und Gebasteltes und Getöpfertes zu sehen, und obwohls beinahe den ganzen Tag regnete, konnten sich die Aussteller nicht über mangelndes Interesse beklagen.
“Die Leute, die vorbeikommen, sind alle begeistert”, freute sich Erika Fankhauser-Groeliker aus Zetzwil (siehe Bild oben), die Ehefrau vom Götti vom Sohn von meinem Brüetsch und meiner Schwägerin, die am Stand 122 ihre Gemälde und Schmuckstücke präsentierte.




