Bye-bye, friends

Dear Aussies!

Waiting for our flights back to Singapore and Zurich, I’m thinking of all the fantastic moments Chantal and I could share with you in the last five weeks.

I remember our arrival in Sydney as if it was a couple of hours ago. In the following days and nights you took us to walks through the city, you showed us animals and plants, restaurants and bars, markets and shops, gamehalls and clubs and sounds and parks and the harbour. You drove us around, you spent your time with us at the beaches, on roads, on lawns and in cheap hotels. You organized a big party for Chantals birthday, we were your guests on Christmas, you started the new year with us. You looked for us, you cooked for us, you cared about us. Nobody of you ever used the words “no” or “not possible” when we asked for something.

All of you gave us free access to your houses, your gardens, your fridges and – above all – to your hearts.

You told us lots of funny and other stories about yourselves and your country, you shared your joys and sorrows with us, you helped us when- and whereever needed. You integrated us into your exclusive circle at Nanny’s Place and in Cat’s house with wide open arms as if we were friends since many years, not foreigners from overseas.

Sylvie, Cat, Eric, Nat, Dominique, Chase, Niquie, Jade, Cathy, James, Christian, Kerrie, Mia, Phil, Sheila, Michelle, Maurice, Maman in the Blue Mountains, Fred, Chris, Olli, Schiz, Mischka and other hosts, whose names I have probably forgotten (if yes, I’m sorry: there were so many new faces:-)) – you gave all to make our stay in Australia to an amazing and unforgettable experience we never dared to expect when we started our journey in fuckin’ cold Switzerland.

We don’t know how to thank you for all you’ve done for us. We’ll think about ways to show you our deep gratefulness in the next 23 months. That’s not a long time – but we’ll get it.

One thing is for sure: In our honeymoon we’ll fly back to your wonderful continent. And who knows: perhaps we will see some of you on our wedding. I mean: You all have witnessed my proposal. So why shouldn’t you read the next capture of the story we’re about to write? Get your asses over here, guys and girls! Until we move together, Chantal lives in Zug. I’m waiting for her in Burgdorf.

We would be very, very happy to meet you again as soon as possible. I by myself feel really proud to get – no: to be already – a part of this lovely and crazy family I found without having looked for on the other side of this planet.

Have a great time, take care of yourselves and the ones you love – and please: don’t forget the two bloody Swiss tourists as soon as their airplane has cut the clouds. Your guests new friends will keep you in their hearts forever.

Hugs & kisses,

Hannes and Chantal

(Most of the pics are made by Chantal)

Zwischen :-( und :-)))

Mist: Das Loch in der Sanduhr ist grösser denn je. Noch 67 Stunden.

Andrerseits: Wenn ich jetzt, mit diesen wunderschönen Aussichten, auch nur leise jämmerlen würde, könnte ich mich selber nicht verstehen.

Also gehen Chantal und ich heute Abend, als ob rückflugtechnisch nichts wäre, auf einen Hafenbummel in Sydney und morgen in die City, zum grossen Stöbern durch Plattenläden und Souvenirshops. Am Silvesterabend gibts ein Fondue. In ungefähr der Stunde, in der auch unsere Familien und Freunde in der Schweiz ins nächste Jahr rutschen, machen wir uns ans Packen.

Und wenn der Abschied von Australien auch schwerfällt, müssendürfen wir sagen: auf einige Menschen auf der anderen Seite des Globus freuen wir uns sehrstens.

Ihnen und allen anderen Leuten, die uns nahestehen – oder die auch einfach nur ab und zu hier vorbeischauen – wünschen Chantal und ich schon heute ein peaceful und happy 2011!

Das beste Hotel der Welt

So müssen sich Maria und Josef gefühlt haben, damals: Auf dem Weg in den Süden fanden wir zwischen Sydney und Bateman’s Bay kein einziges freies Motel: die australische Bevölkerung verbringt ihre Weihnachtsferien in dieser Region. Wir waren deshalb nicht unglücklich, als wir nach dem Eindunkeln – im strömenden Regen – das “Harrod’s Commercial Hotel” im Ministädtchen Milton entdeckten.

Für 20 Dollar erhielten Chantal, ihr Cousin Eric und ich ein sehr einfaches Zimmer mit drei Kajütenbetten. Kaum hatten wir es bezogen, stellten wir fest: Wir sind im tollsten Hotel der Welt gelandet. Im Parterre: ein Billardtisch. An der Wand: eine Jukebox mit allem drin, was Herz und Ohren begehren. Das Hotellierehepaar offerierte uns, entzückt über den unerwarteten Besuch, das eine und andere Getränk.

Und als Krönung des Ganzen: das Fumoir im Restaurant. Das ist, nach australischen Antiraucher-Massstäben, wie ein Oben-ohne-Bereich in einer afghanischen Moschee.

Natürlich hatten anderntags auch auf dem Rückweg nach Sydney sämtliche Motels “No vacancy”. Deshalb klopften wir gleich noch einmal im “Harrod’s” an – und siehe: unser Zimmer war noch frei. In der Bar hingen andere Menschen, aber genau die selben Typen herum wie 24 Stunden zuvor. Ein weiterer gemütlicher Abend in einem sehr gmögigen Haus nahm seinen Lauf.

Rose, Ring und Riesenfreuden

Ich weiss auch nicht, wieso ich dieses Video hier reinstelle. Ich bin sonst nicht der grosse Hiphop-Anhänger. Aber der Song, die Melodie, der Film dazu und überhaupt sind einfach zu gut, um einer breiten Öffentlichkeit vorenthalten zu werden.

Die letzten Tage waren, wie wir Australier sagen, “quite busy”: Mehr oder weniger alles stand – Überraschung! – im Zeichen von Weihnachten; jedenfalls für die meisten. Ich hatte noch anderes im Kopf und, vor allem: auf dem Herzen.

Vor Heiligabend besuchte Chantal ihre vife Grossmutter in den Blue Mountains. Dann wars mit der Ruhe vorbei: Praktisch ununterbrochen waren die Leute in den Shoppingcentern unterwegs, um sich mit Geschenken einzudecken. Das war insofern chli irritierend, als eine Woche zuvor noch alle versichert hatten, heuer ganz sicher keine Gschänkli zu posten.

Ich nutzte den Trubel, um – von meinem Schatz unbemerkt – meine Zukunft mit eben diesem Schatz zu regeln: Ich telefonierte mit Chantals Vater in Zürich, um bei ihm um die Hand seiner Tochter anzuhalten. Anschliessend kaufte ich einen purpurenen Ring mit Diamantsplitterchen plus eine Rose.

Am Feier-Abend versammelten sich rund 40 und damit so gut wie alle von Chantals Verwandten im Garten unserer Gastfamilie.

Bevor es ans Auspacken der Geschenke ging, machte ich Chantal vor allen erst leicht erstaunten und dann immer breiter strahlenden Leuten auf Englisch – damit auch alle verstanden, worum es geht – den Heiratsantrag. Ich war kaum vor ihr auf die Knie gegangen, als ich schon wusste: alles ist gut! Chantal sagte leicht fassungslos, aber freudigstens Ja!

Ich versuche gerade, mich zu erinnern, wann ich jemals so glücklich war in meinem Leben; es fällt mir beim besten Willen nichts ein – auch wenn ich in diesem Jahr schon mehr als einmal dachte: wunderbarer gehts kaum noch.

Am 25. Dezember erholten wir uns bei einem von Chantals Cousins zwischen Einfamilienhäuschen und Busch


am Pool.

Heute entführten uns zwei ihrer Cousinen an die

Südküste

zum


Barbeque.

Mit vollen Mägen zügelten wir anschliessend an den Strand.

Alles andere als langsam und sicher, neigen sich unsere Ferien im Paradies ihrem Ende zu. Ab morgen reisen wir drei Tage lang mit einem Mietwagen in Richtung Süden. Dann…nun…steht noch Silvester auf dem Programm, eine grosse Privatparty in Palm Beach, das Packen – und schliesslich der Rückflug. Am Sonntag um 18.30 hebt unser Airbus – falls die Technik mitmacht – nach Singapur ab.

Am Dienstagmorgen landen wir in Zürich, meine zukünftige Ehefrau und ich.

Besuch aus dem Baum

Zu dieser mitternächtlichen Stunde sitzen Chantal und ihre Cousine Cat nochli im Garten und plaudern.

Auf einmal blitzt im Baum ein Augenpaar auf:

Das Opossum, von dem hier alle immer wieder reden und das wir noch nie gesehen haben, ist wach. Und es ist nicht alleine: Wenig später taucht eine etwas kamerascheuere zweite Beutelratte mit ihrem Jungen auf. Oliver, der Rottweiler, gibt sein Bestes, um seine Lieblingsfeinde zur Strecke zu bringen.

Doch seine Bemühungen sind umsonst: die nächtlichen Gäste trippeln, für den Hund unerreichbar, über den Zaun und verschwinden in der Nacht.

Viel später, als alle Lichter erloschen sind, kehrt die kleine Familie von ihrem Ausflug zurück. Die Bananenstücke, die ihnen Cat und Chantal hingelegt haben, nehmen Vater und Mutter Opossum mit in ihr Versteck hoch über den Häusern der Menschen.

(Die Bilder hat Chantal gemacht)