Free fallin‘

Durch morsche Böden purzeln zwischen Montreux und Rorschach jeden Tag zig Schüler auf Hobelbänke und in Kreissägen (Experte: „Hohe Dunkelziffer!“; „eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht!“), aber…

(Quelle: Berner Zeitung)

Meine Hausbank

Die ersten 25 Jahre meines Lebens verbrachte ich am Hallwilersee. Es war eine sehr, sehr glückliche Zeit. Als der Verkehrs- und Kulturverein Beinwil am See Göttis und Gotten für die Bänkli an dessen Ufer suchte, brauchte ich deshalb nicht lange darüber nachzudenken, ob ich zusagen soll.

Für jene, die den Platz einmal aufsuchen möchten: er befindet sich hier

Astrein

Auf sämtlichen Bahnen der Burgdorfer Minigolfanlage ist mir schon ein As gelungen – nur auf der 7 nicht. Zwei Punkte waren beim Weitschlag bisher das höchste der Gefühle.

Dasselbe gilt für meine meine Kollegin Tanja S.

Gestern drehten wir wieder einmal eine Runde miteinander. Irgendwann kamen wir bei der ominösen Bahn an. Tanja legte den Ball auf den Tee, holte aus und schlug ihn durch das Absperrgitter über den grünen Rasen in den Endkreis. Dort rollte er von einem Rand zum anderen, immer langsamer zurück in die Mitte…und versank im Loch.

Mehr im Witz sagte ich zu Tanja, „dann mache ich das halt auch“. Ich legte den Ball auf den Tee, hole aus und schlug ihn durch das Absperrgitter über den grünen Rasen in den Endkreis. Dort rollte er von einem Rand zum anderen, immer langsamer zurück in die Mitte…und versank im Loch.

Unbekannte Bekannte

Jetzt mal ehrlich: Kennt jemand mehr als zehn Interpretinnen, Interpreten und Bands auf der neusten „Bravo Hits“? Bei mir sinds deren acht. Zwei davon sind mir nur vom Lesen her viertelwegs ein Begriff. An einen dritten Namen erinnere ich mich, weil an der Kasse eines Getränkemarktes in Ostaustralien ein grosses Trinkgeldglas stand,

das laut dem Verkäufer jeden Abend bis unter den Deckel mit Münz gefüllt war.

Damit bleiben noch fünf. Wer herausfindet, welche, darf sich gratis ein youtube-Video von P!nk, Rag’n’Bone Man, Robin Schulz, Miley Cirus oder den Imagine Dragons reinziehen.

Leben light

Manchmal, wenn ich, wie vorhin auf einer Facebookseite des Dorfes, in dem ich aufwuchs, über einen Artikel aus der Frühphase meiner journalistischen Laufbahn stolpere, denke ich zurück an die Zeiten, in denen alles möglich war (oder zumindest schien) und in denen sich das Dasein so fluffig und leicht anfühlte wie ein Marshmellow, doch meist tue ich das nicht melancholisch-wehmütig, sondern voller Dankbarkeit im Wissen darum, dass die Leute, die heute so jung sind wie ich damals war, mit ungleich viel mehr Ängsten und Einschränkungen leben müssen und die möglicherweise nie ein Openair erleben dürfen wie jenes in Arbon im an Wundern auch sonst reichen Jahr 1987 (DDR-Staatschef Erich Honecker besuchte damals erstmals die Bundesrepublik Deutschland, Thomas Gottschalk feierte seine Premiere als „Wetten, dass…“-Moderator), in dem es kein Corona gab und keine Klimakatastrophe und keine internetten Hassbotschaften und das ewig hätte so weitergehen können, nur: dann hätten unzählige Menschen nie gemerkt, wie es sich anfühlt, wenn das Glück mal fehlt und verlernt, es wahrzunehmen und zu geniessen, und langfristig wäre das wohl ziemlich viel schlimmer gewesen als die Tatsache, dass die Wild Hearts bei ihrem grössten Auftritt ever nur eine Zugabe spielen durften.