Galerie feiert Wiedereröffnung

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Kinder, wie die Zeit vergeht! Schon vier Jahre ist es her, seit dieser Blog wegen eines simplen Bildes von zwei Füssen vorübergehend zur Galerie mutierte.

Nun ist es wieder Sommer geworden, und erneut stellen aller Gattig Leute Fotos von ihren südlichsten Extremitäten online. Auf Facebook hat über Pfingsten zum Beispiel Leimbachs Gemeindeammann (für die Berner Leserschaft: Gemeindepräsidentin) Janine Murer-Merz zumindest einen ihrer Füsse präsentiert:

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Auf Nachfrage lieferte sie mir dann auch noch eine Gesamtansicht,

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und in dem Moment, in dem diese Aufnahme in meinem Postfach gelandet war, dachte ich, es wäre vielleicht eine gute Idee, die “Ausstellung” von damals wieder zu eröffnen und chli auszubauen. Immerhin handelt es sich bei jenem Beitrag – warum auch immer – um einen der meistgeklickten Posts in diesem Forum.

Also: Wer ebenfalls findet, das sei eine internette Sache, kann mir gerne ein Foto seiner oder ihrer Füsse schicken, und zwar an hofstetter.hannes@gmail.com, oder als persönliche Nachricht auf Facebook.

Ich freue mich über jede Zusendung und verspreche, dass ich sämtliche Beiträge vertraulich behandeln werde (“vertraulich” im Sinne von “werden sofort hier veröffentlicht”).

Nachtrag, knapp eine Woche später: Das Interesse an einer Neubelebung der Aktion “Fussbilder” hält sich in Grenzen. Auf diesen Aufruf hin erhielt ich exakt null Fotos. Die Galerie wird also geschlossen, bevor sie richtig wiedereröffnet werden konnte.

Der Besuch der alten Hasen


(Bild: Christian Pfander)

Für die Immernochnicht-Abonnenten der BZ: Der Sommer – oder “Sommer” – 2012 steht für meine Arbeitgeberin ganz im Zeichen der Senioren. Fast täglich berichten wir in Wort und Bild über Themen, die – unserer Ansicht nach – ältere Menschen besonders interessieren.

(Vorläufiger?) Höhepunkt unserer Aktion war diese Woche die “Machtübernahme” durch acht altgediente Journalisten im Ruhestand. Unter der Regie von Peter Studer, dem ehemaligen Chefredaktor des “Tages-Anzeigers” und des Schweizer Fernsehens, produzierten Georges Wüthrich, Marie-Louise Zimmermann, Kurt Siegenthaler, Max Trossmann, Eduard Nacht, Peter Abelin und Werner Haller Hand in Hand mit dem Stammpersonal der BZ eine Sonderausgabe.

Die “richtigen” Chefs konnten sich zurücklehnen und beobachten, wie die alten Hasen voller Elan, mit einer gehörigen Prise Ehrgeiz, einer über zig Jahrzehnte gewachsenen Sach- und Fachkenntnis und mit viel Humor ihr temporäres Comeback feierten.

Das Resultat der Bemühungen kann hier begutachtet werden (der Download dauert ein Weilchen; aber das Warten lohnt sich).

Was Peter Studer zu den Themen “Lesende Senioren”, “Ältere Leute und das Internet” oder “Die Zukunft der Zeitung” denkt, sagte er in einem Interview, das ich im Verlauf dieses für alle Beteiligten ziemlich denkwürdigen Tages mit ihm führte.

Ist doch gerne geschehen

Eben: Wir haben bei der BZ ja die Rubrik “Wünsch dir was”. Sie ist ein grosser Erfolg – für alle Beteiligten: Die Menschen, für die ein Traum Wirklichkeit wird, freuen sich ebensosehr darüber wie die Leute, die den Traum Wirklichkeit werden lassen.

Neulich aber…

…neulich lag ein Brief von einer Mutter in meinem Mailfach. Sie schrieb, dass ihr Sohn ein riesengrosser Fan des FC Sowieso sei und sich nichts sehnlicher wünsche als ein original echtes und möglichst schon getragenes Leibchen des Spielers X.

Nun sind Sportvereine im Allgemeinen und Fussballclubs im Besonderen bei der Erfüllung von solchen Wünschen erfahrungsgemäss sehr, sehr zurückhaltend. Sie befürchten – sicher nicht ganz zu Unrecht – Hunderte von Anhängern zu enttäuschen, wenn sie einem einzelnen Fan ermöglichen, einen Spieler zu treffen, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen oder, wie in diesem Fall, ein ganz besonderes Souvenir zu ergattern.

Deshalb fragte ich gar nicht erst bei dem Verein an. Stattdessen bat ich einen Arbeitskollegen, der sich fast hauptberuflich mit dem Club beschäftigt, sich einmal unauffällig bei X zu erkundigen, ob er einem Kind vielleicht eines seiner Shirts abtreten würde.

Ein paar Tag später berichtete mir der Kollege, das sei kein Problem. X mache bei der Aktion gerne mit.

Das sicher lösbare Problem sei nur: Vor oder nach einem Meisterschaftsspiel sei es ihm unmöglich, das Shirt zu übergeben. Er schlage deshalb vor, dass die Mutter und/oder ihr Sohn am Donnerstagmorgen zwischen 10 und 11.30 Uhr zum Training kommen; dann könne er ihnen das Leibchen persönlich aushändigen.

In der Annahme, ihr – und, vor allem: ihrem Sohn – damit eine kleine Vorweihnachtsfreude bereiten zu können, rief ich die Mutter an.

Das Erste, was sie sagte, war: “Aha. Am Donnerstagmorgen? Habe ich keine Zeit. Dann muss ich arbeiten.”