Einmal und nie wieder

An alle, die an den Openairs landauf und -ab jetzt wieder stundenlang deutschen Hip-Hop, französischen Rap und Artverwandtes über sich ergehen lassen müssen, bis kurz vor Schluss vielleicht doch noch jemand richtige Musik macht: Das war das Lineup des “Out in the Green”-Festivals, das vom 5. bis am 7. Juli 1991 in Frauenfeld stieg:

Offiziell war ich als akkreditierter Reporter vor Ort. Tatsächlich erlaubte mir mein Badge aber vor allem, mich als Fan nach Lust und Laune in diesem musikalischen Schlaraffenland zu tummeln.

Als ich nach dem Simple Minds-Konzert in einem zigzehntausendköpfigen Menschenmeer weit nach Mitternacht völlig überraschend meinem Brüetsch und seinem besten Freund über den Weg lief, wusste ich definitiv: Auch wenn du 400 Jahre alt wirst – so etwas erlebst du nie wieder.

Kleiner Schreck beim Blick in den Spiegel

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Es Birebitzeli bin ich schon erschrocken, als ich bei der Lektüre von Spiegel Online heute Morgen über die Schlagzeile “Der Rockstar und sein peinlicher Bruder” stolperte (siehe Bild oben).

Dass mein Brüetsch es als Gründer und Schlagzeuger von Bäng Gäng zu Ruhm und Ehr’ gebracht hat – und zwar auch auf der anderen Seite des Planeten -, war mir schon klar. Und das mag ich ihm und seiner Band ja von Herzen gönnen.

Aber “peinlich”? Ich?

Und wenn ja: Wieso muss ich das aus dem Internet erfahren?